• 10. August 2018, 07:43 Uhr
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Landwirtschaft
Viele Unterallgäuer Landwirte sind überzeugt, dass die Düngeverordnung mehr schadet als nutzt

Dieses Spezialfahrzeug der Güllegemeinschaft Mindeltal bringt die Gülle so unter die Erde, dass die Nährstoffe darin besonders gut genutzt werden können – und nichts davon zu riechen ist.
Dieses Spezialfahrzeug der Güllegemeinschaft Mindeltal bringt die Gülle so unter die Erde, dass die Nährstoffe darin besonders gut genutzt werden können – und nichts davon zu riechen ist. (Foto: Sandra Baumberger)

Dass es Landwirt Hermann Fischer stinkt, obwohl sein Güllefass nicht riecht, liegt an der Düngeverordnung, die nun seit gut einem Jahr in Kraft ist. „Wir machen jetzt die Umwelt kaputt“, ist er überzeugt. Hätte man die alte Verordnung konsequent umgesetzt, wäre sie seiner Meinung nach umweltfreundlicher gewesen als die jetzige.

Da sind zum einen die Sperrfristen, die genau festlegen, ab welchem Tag die Landwirte ihre Felder und Wiesen düngen dürfen und wann nicht mehr. „Aber man kann die Natur doch nicht an einem festen Datum festmachen“, sagt Fischer. Auch Reinhold Bäßler, Geschäftsführer des Maschinenrings Mindelheim, sieht die Regelung kritisch. Ein genaues Datum sei halt praktisch, um die Einhaltung der Verordnung zu kontrollieren. Während die Landwirte früher eine gefrorene und leicht mit Schnee überzuckerte Fläche bereits im Januar düngen durften, was für die Böden laut Bäßler sehr schonend gewesen sei, ist das nun nicht mehr erlaubt. Bis 31. Januar dürfen sie keine Gülle ausbringen, danach müssen die Flächen schneefrei sein.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Freitagsausgabe der Memminger Zeitung vom 10.08.2018.

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