Handball-Bayernliga
TSV Ottobeuren verliert gegen Spitzenreiter Fürstenfeldbruck 28:42

Das Handball-Team des Bayernligisten TSV Ottobeuren (TSVO) hat gegen den Tabellenführer TuS Fürstenfeldbruck eine hohe 28:42 (10:23)-Heimniederlage hinnehmen müssen. Die um den Ligaverbleib kämpfenden Ottobeurer sind dadurch auf den elften Tabellenplatz abgerutscht (14:24 Punkte).

In dem Bewusstsein, dass die Gastgeber gegen die im Saisonverlauf erst ein Mal bezwungenen Fürstenfeldbrucker eine extrem schwierige Aufgabe erwarten würde, waren die rund 500 Zuschauer in die Dreifachturnhalle gekommen.

Mit den Darbietungen ihrer Mannschaft während der ersten Halbzeit konnten sie trotzdem überhaupt nicht zufrieden sein: Erstens unterliefen den Ottobeurern viele Fehler. Zweitens hatten ihre Würfe eine viel zu große Streubreite, die Präzision war völlig unzureichend. Mit einem leichten Augenzwinkern könnte man anmerken: Selbst der Versuch, eine Büchsen-Pyramide in einer Jahrmarkt-Bude mittels Ballwürfen zum Einsturz zu bringen, hätte die Akteure in dieser Phase wohl vor Probleme gestellt. Acht Minuten lang erzielten sie keinen einzigen Treffer.

Die Zuschauer murrten zurecht. Im Vergleich mit dem TSVO agierten die Brucker viel kompromissloser und direkter - ohne Schnörkel eben. Drittens hatte Schlussmann Zoltan Varga einen eher mäßigen Abend erwischt. Und viertens schien den Einheimischen der unbedingte Glaube an einen Überraschungs-Erfolg zu fehlen.

Zur Pause führten die vom Ex-Ottobeurer Martin Wild trainierten Oberbayern mit 13 Toren Vorsprung (10:23), womit die Partie schon jetzt entschieden war. Zwangzig Minuten vor dem Ende verließen beim Stand von 17:30 bereits die ersten Besucher frustriert die Halle. Sie verpassten, wie die Gegenwehr der Hausherren nach und nach größer wurde. Die Unterallgäuer waren jetzt wesentlich präsenter und zielstrebiger. Auf einmal war aus der einseitigen Angelegenheit ein erstaunlich offenes Spiel geworden. Auch weil Linksaußen Michael Höbel einige schöne Aktionen und Tore gelangen, wurde die über weite Strecken schwere Kost doch noch etwas verdaulicher.

Das Publikum war bereit zur Versöhnung, es kam zum Schulterschluß zwischen Fans und Mannschaft. Am Ende verloren die Gelb-Schwarzen mit 28:42. Dies war Ottobeurens höchste Niederlage seit dem 17. Februar 2013: Exakt heute vor einem Jahr hatten sie eine 14:31-Klatsche beim TB 03 Roding kassiert. Coach Thomas Lang war nach der Pleite gegen Fürstenfeldbruck ziemlich bedient: 'Wir haben in der ersten Halbzeit viel zu viele Fehler gemacht und Fehlwürfe produziert. Da war leider auch kein Aufbäumen zu sehen. In der zweiten Hälfte haben wir aber Charakter bewiesen'.

So haben sie gespielt

TSV Ottobeuren – TuS Fürstenfeldbruck 28:42 (10:23)

TSVO Zoltan Varga, Tibor Somogyi, Stefan Albrecht (Torhüter); Patrick Kofler (4 Tore), Matthias Hubald (11 Tore/davon 8 Siebenmeter), Attila Susan (1), András John (2), Benedikt Bartenschlager, Michael Höbel (3), Christian Schaupp (2), Markus Müller (3), Elmar Romanesen (2), Christian Stumpf.

Schiedsrichter Matthias und Michael Pernet (TSV Röthenbach/TV Roßtal).

Zuschauer Rund 500.

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