Fußball Pressemitteilung
Trainer Stephan Baierl sieht das größte Potenzial des FC Memmingen im eigenen Nachwuchs

FCM-Trainer Stephan Baierl

Während die Fußball-Regionalliga-Bayern an diesem Wochenende in die neue Spielzeit startet, hat der FC Memmingen noch eine Woche Verschnaufpause. Für die Allgäuer geht es erst am 20. Juli mit einem Auswärtsspiel beim VfR Garching los.

Vor einem Jahr überlagerte der Mega-Hype um das Regionalliga-Eröffnungsspiel gegen den TSV 1860 München beim FC Memmingen nahezu alles. Der Saisonhöhepunkt fand gleich zu Beginn statt, was sollte da noch an Steigerung kommen? Wie auch bei anderen Clubs, die beispielsweise auf eine große Partie im Pokal fokussiert waren, kam anschließend das große Loch, aus dem die Memminger glücklicherweise ganz am Ende noch herauskamen und über die Relegation den Klassenerhalt schafften.

Zumindest der Löwen-Rummel blieb heuer erspart, auch wenn der Liga ohne 1860 ein großes Zugpferd fehlt. Also wird es wieder eine ganz normale Regionalliga-Saison? Viel leichter wird es vermutlich nicht werden, denn Experten gehen von einem noch ausgeglichener bayerischen Fußball-Oberhaus aus. Was bedeutet, der Kampf um den Klassenerhalt wird erneut eine schwere Aufgabe, die FCM-Trainer Stephan Baierl aber optimistisch angeht.

Er selbst hatte Gelegenheit, sich im letzten halben Jahr in die neue Spielklasse einzuarbeiten, nachdem er als Spieler und Trainer bislang auf baden-württembergischen Terrain unterwegs war. Der 41-Jährige gilt als akribisch. Videoanalysen über das eigene Team und den Gegner sind obligatorisch. Baierl holt sich aber auch Informationen beispielsweise über die Platzmaße in den gegnerischen Stadien, Rasenzustand und auch Fanverhalten ein. Alles kleine Faktoren, die in seine Vorbereitung mit einfließen.

Das Hauptaugenmerk seiner Arbeit, bei der er künftig von Kevin Siegfanz als neuem Co-Trainer und Michael Liebherr als neuem Torwart-Trainer unterstützt wird, gilt aber natürlich seiner eigenen Mannschaft. Mit Muriz Salemovic fehlt künftig ein Edeltechniker, der schwer zu ersetzen sein dürfte. Die ebenfalls abgewanderten Tim Buchmann und Burak Coban waren auch wichtige Korsettstangen.

Wegen der lange ungewissen Zukunft durch den Abstiegskampf zogen sich die Personalplanungen heuer hin. Die letzten Verpflichtungen wurden getätigt, als die Vorbereitung schon wieder lief. Die Memminger hatten schon den einen oder anderen Wunschspieler auf dem Zettel, die Verpflichtungen kamen aber nicht zustande, weil andere Clubs schneller waren oder einfach den größeren Geldbeutel haben. „Wir sind aber nicht in Panik verfallen. Große Sprünge sind beim FCM eben halt nicht drin“, so Baierl. Er sieht ohnehin im eigenen Nachwuchs das größte Potenzial.

Als er die Mannschaft im Winter in kniffliger Lage übernommen hatte, baute er mit Erfolg auf junge Kräfte wie Michael Heilig, Lukas Rietzler und auch Jannik Rochelt, der möglicherweise noch eine ganz große Entwicklung vor sich hat. Auf ihnen, wie auch auf Fabian Lutz, dem besten FCM-Torschützen Furkan Kiricicek oder Philipp Boyer, ruhen auch die Hoffnungen der Zukunft. Und die nächsten Talente könnten schon auf dem Sprung sein. Von den A-Junioren rücken zwölf Spieler altershalber nach oben. Geblieben sind die Stützen Sebastian Schmeiser, Stefan Heger, Dennis Hoffmann und Torhüter Martin Gruber, der mit 28 Jahren der Älteste in den Reihen des Fußballclubs ist. Eigengewächs Heger (27) ist der Dienstälteste. Er hat alle neun Regionalliga-Spielzeiten mitgemacht.

Ganz ohne Verstärkung von außen geht es nicht, um in der „Bundesliga der Amateure“, wie der FCM-Vorsitzende Armin Buchmann die Regionalliga immer wieder bezeichnet, mithalten zu können. Verpflichtet wurden sieben Akteure, eine Mischung aus durchaus erfahrenen und jungen Leuten. Der kroatische Innenverteidiger Mario Jokic mit Profierfahrung in seiner Heimat und in Litauen hat in den Testspielen schon gezeigt, dass er in der Defensive den Ton angeben könnte. Ein Mann für die Abwehr oder das Mittelfeld ist Olcay Kücük (24/SSV Ulm 1846). Die Offensive sollen Fatjon Celani (TSV Steinbach) und Patrik Dzalto (TuS Koblenz) beleben. Auch die beiden verfügen über Viertliga-Erfahrung. Laut dem sportlichen Leiter Bernd Kunze wollen mit Ensar Skrijlj (18/FC Ismaning), Mario Nickel (18/SpVgg Großkötz) und Enes Lokaj (22/TSV Pfaffenhausen) junge Kräfte in Memmingen ihre Chance suchen.

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