Schlittenhundesport
Tom Andres aus Ottobeuren gewinnt «Pirena» und bereitet sich schon auf die Weltmeisterschaften in Norwegen vor

Nachdem Tom Andres bereits 2008 und 2010 das prestigeträchtige vierzehntägige Schlittenhunde-Etappenrennen «Pirena» gewonnen hatte, siegte der Ottobeurer mit seinem Team von 14 Hunden in diesem Jahr ein drittes Mal und setzte sich dadurch an die Spitze der besten Musher (Schlittenhundeführer) in der einundzwanzigjährigen Geschichte dieses Rennens.

«Abenteuer, die Achtung der Tiere und der Natur» sind laut Andres das, was diese Rennen ausmachen. Auch heuer war die Überquerung der Pyrenäen von West nach Ost eine große Herausforderung für Mensch und Tier und bedeutete zwei Wochen Hochspannung für die begeisterten und zahlreichen Zuschauer.

Da in diesem Jahr die Witterungsbedingungen «sehr speziell» waren, kam es laut Andres nicht nur auf ein gutes Team, sondern auf eine gute Taktik an. Bei den einzelnen von insgesamt vierzehn Etappen fuhr Andres jeweils mit acht Hunden, angeführt von seinen beiden Leithunden «Spider» und «Thunder».

In der ersten Woche des Rennens im spanischen Aragonien und auf dem Hochplateau Pla De Beret zeichnete sich ein Zweikampf zwischen Andres und dem Hamburger Ullrich Kuhn ab. Andres beschreibt die erste Woche als «sehr nervenaufreibend und kräftezehrend», da es täglich um Sekunden ging und sich keiner der Konkurrenten absetzen konnte.

Sieben Minuten Vorsprung in der Gesamtwertung

Mit dem Beginn der zweiten Woche in Grandpallars begann das Blatt sich zu wenden und die Taktik des Ottobeurers ging auf. Von Tag zu Tag konnte Tom Andres sich mehr vom Hauptfeld absetzen und schaffte jeweils den Tagessieg auf allen letzten acht Etappen für sich und sein Team.

Dies verschaffte ihm in der Gesamtwertung einen Vorsprung von sieben Minuten auf den Zweitplatzierten Ullrich Kuhn und gar 35 Minuten zum dritten Platz, welcher an den Spanier Iker Ozcoidi ging.

Im spanischen Nobelskiort La Molina wurde Andres vor einem großen Medienaufkommen und tausenden begeisterten Zuschauern zum diesjährigen «König der Pyrenäen» und Sieger des Pirena Advance 2011 gekürt.

Nach einer kurzen Erholungsphase geht es für Andres und seine Hunde schon bald weiter nach Norwegen. Dort will er nach dem WM-Titel greifen. Dieser wird Ende März in der Königsklasse des Schlittenhundesports, der offenen Sprintklasse mit bis zu achtzehn Hunden vor dem Schlitten, ausgefahren.

Wie er hier seine Chancen sieht? «Es gehört außer einem guten Team auch ein gewisses Maß an Glück dazu, um bei einem so hochkarätigen Dreitagerennen zu gewinnen», sagt er dazu.

Weitere Informationen unter:

www.tom-andres.de und www.pirena.com

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