Motorradsport
Sandro Cortese aus Berkheim spricht über seinen ersten Sieg in einem Weltmeisterschaftsrennen

Mit einem Paukenschlag kam Sandro Cortese aus der vierwöchigen Sommerpause der Straßenmotorrad-Weltmeisterschaft: Auf dem «Brno Circuit» in Brünn/Tschechien gewann der 21-Jährige aus Berkheim sein erstes Rennen. Seit sechs Jahren fährt er schon im WM-Zirkus mit, nun stand er in der 125ccm-Klasse ganz oben auf dem Siegertreppchen. Mit 131 Punkten liegt er in der WM-Wertung nun auf Platz vier - 35 Punkte hinter dem führenden Franzosen Nicolas Terol.

Was haben Sie nach dem ersten WM-Sieg in Ihrer Karriere gefühlt?

Sandro Cortese: Das war für mich eine Riesenerlösung. Auf dem zweiten Platz war ich schon öfter, aber nie hat es für einen Sieg gereicht. Deshalb war das jetzt ein Riesenschritt nach vorne - nach den nicht so guten Rennen vorher. Die Freude bei mir und dem Team war riesengroß. Endlich ist unsere Arbeit belohnt worden.

Vor dem Rennen in Brünn machten Sie Urlaub bei Ihrer Oma in Italien. Verhalf das zum Sieg?

Cortese: Ja, denn ich habe mich in der Zeit komplett vom Sport zurückgezogen, um Abstand von dem Rummel zu gewinnen. Das hat mir gutgetan und sehr geholfen.

Voriges Jahr war Stefan Bradl besser, heuer sitzt Ihnen Jonas Folger im Nacken. Stört sie das oder motiviert es Sie eher?

Cortese: Nein, das stört nicht. Es motiviert uns, denn wir pushen uns gegenseitig hoch.

Trotz aller Kritik haben Sie sich eigentlich jedes Jahr in der Anzahl der WM-Punkte oder bei den Platzierungen in den Gesamtwertungen verbessert. War der Sieg nicht zwangsläufig?

Cortese: Es ging zwar immer nach vorn, aber ich wünschte mir immer den großen Schritt wie jetzt. Das war auch harte Arbeit. Jetzt will ich das Niveau halten.

Das nächste Rennen findet am 28. August in Indianapolis statt - welche Chancen rechnen Sie sich nun aus?

Cortese: Voriges Jahr wurde ich dort Zweiter. Aber dort war ich eigentlich immer gut. Ich will jetzt auf jeden Fall an meine Leistung von Brünn anknüpfen und vorne mitfahren.

Fahren Sie vorher wieder zu Ihrer Oma, um sich vorzubereiten?

Cortese: Nein. Durch den ersten Besuch habe ich noch den Kopf frei.

Glauben Sie, dass Sie noch Titelchancen haben?

Cortese: Natürlich würde ich gerne noch etwas draufsetzen. Aber wir schauen jetzt einfach von Rennen zu Rennen.

Nächstes Jahr wollen Sie in der größeren Klasse Moto2 fahren. Wie gewiss ist das?

Cortese: Das ist definitiv sicher. Ich werde nicht mehr in der neuen Moto3 fahren, sondern aufsteigen. Es ist aber noch zu früh zu sagen, in welchem Team ich 2012 starte.

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