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Regionalliga von Corona-Spielabsagen wieder ausgenommen

Regionalliga von Corona-Spielabsagen wieder ausgenommen (Symbolbild)
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Der Bayerische Fußballverband (BFV) hat am Montagabend beschlossen, dass der Amateurfußball in Bayern trotz steigender Infektionszahlen weiter rollt und nicht unter- oder abgebrochen wird – solange die Politik nichts anderes entscheidet. Eine am Freitag im Schnellschuss verkündete BFV-Regelung zur Spielabsagen, wurde für die Regionalligisten wieder gekippt. Vereine die in sogenannten Risikogebieten mit einem Inzidenzwert höher als 50/100.000 liegen, können ihre Spiele zuhause oder auch auswärts kurzfristig absetzen lassen. Aber nicht mehr in der Regionalliga, sondern nur noch ab der Bayernliga abwärts.

Was im Umkehrschluss heißt, dass die Spiele in der vierten Liga durchgepaukt werden sollen. Die Verbandsbegründung: „Der Hintergrund, die Regionalliga Bayern von der Möglichkeit der einseitigen Spielabsage auszunehmen, ist für den BFV-Vorstand zuvorderst die besondere Terminsituation, die sich vor allem aus der Schnittstelle zur 3. Liga und den damit einhergehenden Aufstiegsspielen auf nationaler Ebene ergibt“.

Änderung der Regeln

Beim FC Memmingen stößt die Änderung der Regeln nur für die Regionalliga auf völliges Unverständnis. FCM-Präsident Armin Buchmann findet drastische Worte: „Unsere Spielklasse wird damit zum Liquiditätswettbewerb und es wird nichts mehr sportlich, sondern durch die Bankkonten der Vereine entschieden. Was heißt, ohne Rücksicht auf Verluste. Wer Geld hat packt es, der Rest geht vor die Hunde“ Gleichwohl stellt Buchmann klar, dass der FC Memmingen durch seine getroffenen Maßnahmen und Sponsoren-Unterstützung für (fast) alle Szenarien gerüstet ist: „Wir können die Saison finanziell überstehen, ob sie unterbrochen, abgebrochen oder selbst mit Zuschauerausschluss mit allen Mitteln durchgepeitscht werden soll. Nach wie vor steht aber eigentlich der Beschluss, dass es im bayerischen Amateurfußball keine Geisterspiele geben darf“. Die drastische Beschränkung auf 50 Besucher in „dunkelroten“ Corona-Gebieten wie der Stadt Memmingen ist quasi schon ein Zuschauerverbot, denn nennenswerte Einnahmen sind damit unmöglich. Dennoch bereitet sich die Mannschaft von Cheftrainer Esad Kahric zunächst planmäßig auf die Austragung des Heimspiels am Samstag (14 Uhr) gegen den FC Schweinfurt vor und wartet die weiteren politischen Entscheidungen in München und Berlin ab, wo über komplette Veranstaltungsverbote gesprochen wird.

Besondere Pikanterie der BFV-Regeländerung am Rande: Der VfR Garching hat am Wochenende von der Option Gebrauch gemacht, das für Dienstagabend zum vierten Mal angesetzte Nachholspiel gegen den FC Memmingen abzusagen. Nachdem am Montagabend das BFV-Präsidium diese Möglichkeit wieder gekippt hat, ist die Absage ja eigentlich obsolet. Gespielt wird dennoch nicht, weil es innerhalb eines Tages unmöglich ist, alles wieder hochzufahren. Es sind chaotische Zeiten …

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