Fußball
Regionalliga: FC Memmingen verliert gegen den SV Türkgücu München mit 2:4

Symbolbild. Der FC Memmingen verliert in der Regionalliga gegen den SV Türkgücü München.
  • Symbolbild. Der FC Memmingen verliert in der Regionalliga gegen den SV Türkgücü München.
  • Foto: Ralf Lienert
  • hochgeladen von Stephanie Eßer

Die aktuelle Lage beim FC Memmingen hat etwas von „Täglich grüßt das Murmeltier“. Wie in dem bekannten Spielfilm wiederholen sich gerade die immer gleichen Ereignisse. Bei der 2:4 (0:3) Niederlage im Regionalliga-Gastspiel beim SV Türkgücü München hat die Mannschaft eigentlich wieder mutig begonnen, dennoch gab es wie in den beiden Spielen zuvor einen frühen Rückstand. Wie schon gegen Bayreuth war der Pausenrückstand mit 0:3 schon schier aussichtslos, der FCM zeigte aber Moral und startete den Versuch einer Aufholjagd – und auch die blieb erneut glücklos, obwohl zumindest ein Unentschieden beim Favoriten möglich schien.

Der gleiche Ablauf und somit das gleiche Fazit von Trainer Uwe Wegmann: „Wir sind gut ins Spiel gekommen, aber nach einem Konter in Rückstand gegangen“. Dieses Mal war es die zehnte Minute. Ein Laufduell zwischen Innenverteidiger Luca Sirch und Patrick Hasenhüttl, ein Fall des Türkgücü-Stürmers und ein dankbarer Elfmeterpfiff für ihn. Yasin Yilmaz verwandelte den Strafstoß sicher. Hasenhüttl war weiterhin der auffälligste Akteur, zog nach 25 Minuten mittig vor der Strafraumgrenze einfach mal ab – das 2:0. Es hätte noch schlimmer kommen können, aber Torwart Gruber wehrte einen weiteren Strafstoß von Yilmaz ins Seitenaus (!) ab (28.). Wegmann hatte Mario Jokic als Schwachpunkt in der Abwehr ausgemacht, nahm ihn nach einer halben Stunde für Arijanit Kelmendi vom Feld. Das 0:3 noch vor der Pause ließ sich dennoch nicht verhindern, weil Hasenhüttl in der 40. Minute vom Elfmeterpunkt freie Bahn hatte, dieses Mal freilich ohne Strafstoßpfiff.

Klare Verhältnisse. Der Stadionsprecher legte in der Halbzeitpause schon mal türkische Feiermusik auf, wenngleich der selbsternannte Nachfolgeklub eines gleichnamigen Vereins längst noch nicht die Euphorie der 1980iger bis Mitte der 1990iger Jahre erreicht hat. Nur 347 Zuschauer kamen in der Sportpark Heimstetten, wo Türkgücü seine Heimspiele vor dem geplanten Umzug ins Grünwalder Stadion bis zur Winterpause austrägt.

Gleich nach Wiederanpfiff begannen die Memminger sich ernsthaft zu wehren. Eine Boyer-Ecke köpfte Fatjon Celani zum 1:3 ein (46.). Der Start zur Aufholjagd. SVT-Keeper Maximilian Engl bekam jetzt richtig zu tun. Memmingen biss sich in die Begegnung, schoss aus allen Lagen. „Warum nicht früher“, fragten sich die mitgereisten FCM-Fans. Die Gastgeber verlegten sich ausschließlich aufs Kontern. Nach einem von Celani verwandelten Foulelfmeter (79./Wächter gegen Marco Nickel) hätte mit dem 2:3 Anschluss in der Schlussphase die Partie tatsächlich noch kippen können. Dominik Weiss sorgte in der 85. Minute mit dem vierten Münchner Treffer für die Entscheidung, Gruber reklamierte vergeblich Abseits.

„Zum Schluss waren wir um zwei Tore besser“, hielt Türkgücüs Trainer Rainer Maurer fest, sah aber auch „,dass der Gegentreffer ohne Not nach der Pause bei unseren jungen Spielern Wirkung gezeigt hat. Auch im Anschluss hatten wir bei einigen Standards Probleme“. Was noch festzuhalten bleibt: Der als Profi nach München gewechselte Furkan Kiricek kam gegen seine früheren Kameraden nicht zum Einsatz. Nach einer Gehirnerschütterung in der Vorwoche nahm er nur auf der Bank platz.

Im Murmeltier-Film gibt es nach vielen Anläufen übrigens ein Happy-End. Der FC Memmingen unternimmt seinen nächsten Anlauf auf Zählbares im Heimspiel am kommenden Freitag (19.30 Uhr) gegen Vize-Meister VfB Eichstätt, der gerade den Türkgücü-Bezwinger der Vorwoche VfR Garching mit 5:0 abgefieselt hat.

Autor:

Andreas Schales aus Kempten

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