Fußball
Regionalliga: FC Memmingen – FC Bayern München II 0:3

Sportlich kam der FC Bayern München II für den FC Memmingen zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Trainer Holger Seitz hatte den Regionalliga-Spitzenreiter nach einem enttäuschenden 1:1 gegen Rosenheim richtig flott gemacht. Die Mannschaft zeigte die geforderte Reaktion und dominierte beim 3:0 (2:0) über weite Strecken. Den Memminger blieb eine gute Kasse. Der Termin am Ostersonntag-Abend und das Wetter waren perfekt. So kamen fast 3.000 Fans in die Arena. Es war die zweitbeste Zuschauermarke der Liga in dieser Saison, nur in Aschaffenburg waren es gegen die Münchner noch ein paar Fans mehr.

„Bayern ist nur zu schlagen, wenn sie vorne die Tore nicht machen oder hinten zu nachlässig sind“, machte FCM-Trainer Stephan Baierl kaum Nachlässigkeiten beim Gegner aus. Freilich blieben seine Jungs auch zu harmlos, um die Münchner Jungstars ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Just als die Memminger eine gute Phase hatten und der erste Bayern-Andrang überstanden schien, landeten die Gäste einen Doppelschlag. Torjäger „Otschi“ Wriedt machte seine Saisontreffer Nummer 21 und 22. Baierl hatte noch vor den schnell ausgeführten Freistößen gewarnt.

Ein solcher brachte das 0:1 (23. Minute). Und eine Zeigerumdrehung später als die die linke Abwehrseite völlig offen war, fiel das schon vorentscheidende 0:2. Wriedt zeigte seine Klasse und traf per Hackentrick. Einen Aufreger gab es noch vor der Pause, als Fatjon Celani im Strafraum fiel, Schiedsrichter Christopher Schwarzmann aber nicht Elfmeter pfiff, sondern dem Memminger Stürmer Gelb wegen seiner angeblichen Schwalbe zeigte.

Fünf Minuten nach der Pause machte Maxime Awoudja mit dem 0:3 den Deckel drauf. Den Rest des Spiels waren die Bayern dem vierten Tor näher als der FCM dem Ehrentreffer. Seitz war zu „60 Prozent“ zufrieden. Eine Aussage, die unterstrich, dass er sich mehr Gegenwehr erwartet hatte. Baierl hatte erfahrene Stammkräfte wie Stefan Heger sowie zunächst auch Mario Jokic und Dennis Hoffmann draußen gelassen, weil er aus taktischen Gründen Spieler mit mehr läuferischen Qualitäten bringen wollte. Hier zogen FCB-Kapitän Nicolas Feldhahn und der quirlige Koreaner Jeong aber vorzeitig den Zahn. Die Münchner spielten ihre Qualitäten aus und ließen sich nicht in Bedrängnis bringen.

Memmingen kassierte damit die vierte Niederlage in Folge, die auf die Tabelle keine Auswirkungen hatte. Weiterhin steht Rang sechs zu Buche. In beide Richtungen geht nicht mehr viel. Dennoch unterstrich Baierl, die Truppe in den letzten vier Begegnungen noch einmal auf Kurs zu bringen, denn es soll nicht heißen, der FCM hätte es am Ende einfach auslaufen lassen.

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