Fußball
Pokalverzicht: Memminger Solidaritätsaufruf fruchtet – anderes Halbfinalspiel ohne Fans

FC Memmingen (Symbolbild).
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Bekanntlich hat der FC Memmingen auf die Austragung des BFV-Toto-Pokal-Halbfinales gegen den TSV 1860 München verzichtet und dafür ein Solidaritätsspiel mit den „Löwen“ für 2021 vereinbart. Gekaufte Pokalkarten behalten dafür die Gültigkeit, die Einnahmen aus dem Spiel kommen dem FCM zugute. Der Solidaritätsaufruf, die Pokalkarten nicht zurückzugeben, sondern dafür einzulösen und den Verein damit in der jetzigen Lage zu unterstützen, ist nach jetzigem Stand erfolgreich. In den vergangenen vier Wochen mussten weniger als 30 Prozent der verkauften Karten zurückerstattet werden. Noch positiver sieht es bei Sponsorenpaketen aus, wo die Gönner die Vereinbarungen auch auf das Solidaritätsspiel übertragen.

„Dafür sind wir sehr dankbar. Jeder, der seine Karte nicht zurückgibt, leistet einen wertvollen Beitrag für den FC Memmingen“, freut sich FCM-Präsident Armin Buchmann über die Unterstützung von Zweidrittel der Kartenkäufer aus der Region. Er hofft, dass dies weiter so Bestand hat und auch die Sechziger-Fans, die über die Münchner Geschäftsstelle Tickets erworben haben, genauso solidarisch sind: "Es ist ja auch kein Verzicht, sondern es gibt eine tolle Gegenleistung“. Deshalb werden die Pokalkarten als Solidaritätstickets für den noch nicht feststehenden Termin im kommenden Sommer auch weiterhin verkauft (nähere Informationen unter www.fc-memmingen.de).

Viktoria Aschaffenburg darf zwar das andere Pokal-Halbfinale gegen den Zweitliga-Aufsteiger Kickers Würzburg sportlich austragen, steht aber praktisch ohne Einnahmen da. Nach langem Ringen findet das Spiel am kommenden Dienstag mit einer Ausnahmegenehmigung des bayerischen Innenministeriums statt, allerdings ohne Zuschauer. Der Wettkampfbetrieb ist für bayerische Amateurmannschaften wie die Viktoria im Gegensatz zu den Profiklubs im Freistaat und anderen Bundesländern nämlich nach wie vor verboten.

Durch Auflagen, mehrfache Corona-Tests aller Spieler und Hygienekonzept hat Aschaffenburg einen erhöhten Aufwand statt erhoffter dicker Kasse. Durch die mögliche Vermarktung einer Online-Liveübertragung soll es finanziell etwas abgefedert werden, wenngleich hier keine allzu hohen Einnahmen zu erwarten sein dürften.

Auf den Halbfinal-Sieger wartet im Endspiel bereits am 5. September der TSV 1860 München. Auch dieses Spiel kann unter Fan-Ausschluss mit einer Ausnahmegenehmigung stattfinden. Der bayerische Pokalsieger tritt dann gleich in der Folgewoche in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde gegen Eintracht Frankfurt an (12. September).

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