Handball
Ottobeurer Handballer verlieren viertes Spiel in Folge

Handball-Bayernligist TSV Ottobeuren hat am Samstagabend eine 26:34 (12:17)-Niederlage beim TSV 2000 Rothenburg kassiert. Nach der vierten Niederlage in Folge stecken die Gelbschwarzen mit 0:8 Punkten im Tabellenkeller fest. Vor ungefähr 350 Zuschauern in der Sporthalle Bleiche ereilte den TSVO schon kurz nach Spielbeginn ein Schock.

Neuzugang Tim Ramsauer, der in den Tagen vor dem Spiel von einem grippalen Infekt geplagt gewesen war, erlitt nach dem Aufwärmprogramm während der laufenden Partie auf der Spielerbank einen Kreislaufkollaps.

Der Ex-Memminger wurde noch während der Begegnung von seinen in der Halle anweenden Eltern nach Hause gefahren. Ramsauers Teamkollegen leisteten sich in der ersten Halbzeit eine Reihe von Fehlwürfen und technischen Unzulänglichkeiten.

Dabei machten sie unliebsame Bekanntschaft mit Rothenburgs gefährlichster Waffe – den schnellen Tempogegenstößen. Allein in der ersten Hälfte fingen sich die Ottobeurer acht derartige Kontertore ein. Zur Pause hatten sie fünf Treffer Rückstand auf die glänzend in die Spielzeit gestarteten Mittelfranken.

In der zweiten Hälfte gelang es den Unterallgäuern besser, die Rothenburger Schnellangriffe zu unterbinden. Nach rund 40 Minuten führten die Gastgeber mit 22:15 – es war das Signal für TSVO-Coach Harald Michaeler, seinem Team eine Auszeit zu verschaffen. Doch die erhoffte Wirkung stellte sich nicht ein.

Zahlreiche vergebene Torchancen und über das gesamte Spiel hinweg 22 Fehlwürfe verhinderten einen Zugewinn auf dem TSVO-Punktekonto. Immer wieder scheiterten die Gäste an der sehr stabilen Abwehrformation der Tauberstädter, die außerdem mit einer überdurchschnittlichen Torhüterleistung aufwarteten.

Positiv waren laut Michaelers Einschätzung Temperament und Einstellung der Mannschaft, aus der der 'unglaublich engagierte Patrick Kofler' (Michaeler) herausragte. Der sechsfache Torschütze ist ohnehin einer der teaminternen Gewinner im noch jungen Saisonverlauf.

Koflers Mannschaft stand dagegen zum vierten Mal in Serie auf der Verliererseite. 'Meine Spieler machen gerade einen großen Lernprozess durch. Dies gilt nicht nur für die jungen, sondern auch für die erfahrenen Akteure', erklärteTrainer Michaeler nach der klaren Auswärtsniederlage. Ausgelassene 'Wiesn-Stimmung' ist dem gebürtigen Münchner dieser Tage fremd.

Trotz des klassischen Fehlstarts verliert der neue Ottobeurer Chefcoach noch lange nicht den Glauben an die eigene Stärke: 'Wir versuchen, die vorhandenen Defizite auszumerzen. Und wir sind dabei, einen deutlichen Schritt nach vorne zu machen'. Michaelers Motto: 'Mund abputzen und volle Pulle weiter trainieren'.

Was ein bisschen nach Durchhalteparolen klingt, spiegelt andererseits schlichtweg die zeitraubenden Entwicklungsschritte einer neu zusammengestellten Sportmannschaft wider.

Der Kader des TSV Ottobeuren:

Zoltan Varga, Christoph Schwarz, Tibor Somogyi (alle Tor); Patrick Kofler (6 Tore), Daniel Berkessel (9), Attila Susan (1), Benedikt Bartenschlager, Andras John, Alexander Stöhr (2), Markus Müller (3), Luca Kaulitz, Michael Höbel (4), Christian Schaupp (1), Philipp Dündar, Tim Ramsauer

Zuschauer: rund 350

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