Handball-Bayernliga
Nach Niederlage in Coburg: TSV Ottobeuren steigt in die Landesliga ab

Der 26. April 2014 wird als einer der traurigsten Tage in die Handball-Geschichte des TSV Ottobeuren (TSVO) eingehen: Denn nach der 28:32 (12:16)-Niederlage am vorletzten Saison-Spieltag beim Mitkonkurrenten HSC 2000 Coburg II stehen die Gelbschwarzen nach 16 Jahren in der Regional- und Bayernliga (1998-2014) jetzt als sportlicher Absteiger in die fünftklassige Landesliga fest.

Zum Spiel in der Coburger BGS-Halle: Neu-Trainer Mihaly More griff vor dem 'Abstiegskracher' in die taktische Trickkiste. Er krempelte sein Team auf etlichen Positionen um, und bildete - ähnlich wie im Eishockey - feste Blöcke an Spielern, die er in dieser Form bereits unter der Woche hatte zusammen trainieren lassen.

Damit wollte er die gastgebenden Coburger überraschen und verwirren. Ex-Profi Elmar Romanesen (TSVO) griff zu einer Tablette, um seine Achilessehnen-Beschwerden einzudämmen. Schließlich war klar: Wegen des möglicherweise entscheidenden direkten Vergleichs mit den Coburgern am Saisonende würden die Allgäuer nur mit einem Sieg mit vier Toren Differenz im Rennen um den Klassenerhalt bleiben.

Und siehe da, die Pläne des ungarischen Coaches, der in Coburg sogar als aktiver Spieler auflief, gingen zunächst auf: Sein Team ging mit 4:2 in Führung und erhöhte später auf 7:4. Doch der HSC II, der sich nur mit einem Akteur aus seiner Drittliga-Truppe verstärkt hatte (Nikolai Franke), schlug geballt zurück. Zur Halbzeitpause führten die Oberfranken so mit 16:12. Deren Keeper Jonas Faber hielt prächtig.

Als die Coburger ihren Vorsprung in der zweiten Hälfte auf 19:14 ausbauten, schwanden die Hoffnungen bei den Unterallgäuern. Fast schon ausweglos unter Druck, bäumten sie sich noch einmal auf. Bis auf 20:21 konnten sie verkürzen. Am Ende verloren sie dennoch mit 28:32. Damit war Ottobeurens Abstieg besiegelt.

'Natürlich sind wir jetzt enttäuscht. Die Leistung an sich war jedoch in Ordnung', sagte Abteilungs-Vorsitzender Willi Höbel nach dem Spiel. 'Wir sind aber nicht erst in Coburg abgestiegen. Vielmehr war die Hypothek der katastrophalen Hinrunde zu groß'. Das Heimspiel zum Saison-Abschluss am kommenden Samstag, 3. Mai gegen die DJK Waldbüttelbrunn ist nun praktisch bedeutungslos.

So haben sie gespielt

HSC 2000 Coburg II – TSV Ottobeuren (TSVO) 32:28 (16:12)

TSVO Zoltan Varga, Tibor Somogyi (Torhüter); Patrick Kofler (2 Tore), Achim Wittlinger (3), Mathias Hubald (4 Tore/davon 2 Siebenmeter), Attila Susan, Christian Schaupp (3), Benedikt Bartenschlager (2), András John (5), Markus Müller (3), Michael Höbel (2), Elmar Romanesen, Christian Stumpf (2), Mihaly More (2).

Schiedsrichter Philipp Kretschmann / Robert Nemec (HG Ingolstadt/MTV Ingolstadt).

Zuschauer Rund 80.

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