Fußball
Mit einer Niederlage in Seligenporten würde der FC Memmingen auf dem Abstiegsplatz landen.

Die Konstellation vor dem Regionalliga-Auswärtsspiel des FC Memmingen (17. Platz / 16 Punkte) beim SV Seligenporten (16. Platz / 20 Punkte) am Samstag um 14 Uhr ist klar. Mit einem Sieg wären die Memminger am Gegner und damit am Relegationsplatz nahe dran. Bei einem Unentschieden ändert sich nichts, aber eine Niederlage würde sich fatal auswirken.

Der Rückstand würde auf sieben Punkte anwachsen, die Mannschaft müsste auf einem Abstiegsplatz überwintern, auch wenn anschließend gegen den FC Ingolstadt II und in Garching noch gepunktet würde. Deshalb spricht man bei einem solchen Szenario von einem Sechs-Punkte-Spiel, weil es zwar auch hier nur drei Zähler gibt, aber es irgendwie im Duell zwischen zwei direkten Abstiegskonkurrenten doch doppelt zählt.

Das macht den Druck in der ohnehin angespannten Situation nicht geringer. FCM-Trainer Bernd Kunze, der seit Amtsantritt auch deutliche Worte Richtung fand, versucht vor diesem wichtigen Spiel etwas von diesem Dampf aus dem Kessel zu nehmen. Mal Zuckerbrot, mal Peitsche. Zuviel Druck sorgt für Verkrampfung, das war zuletzt durchaus bei der 0:1 Niederlage gegen den FV Illertissen zu spüren.

Hätten wir zehn Punkte mehr aus dem Konto, wären einem Fabian Krogler in einem solchen Spiel vielleicht zwei Treffer gelungen, versucht Kunze wieder ein bisschen Lockerheit reinzubringen, die Jungs aufzubauen und erinnert an positive Dinge der vergangenen Wochen.

So habe der SV Schalding-Heining fünf seiner letzten sechs Spiele gewonnen und nur einmal verloren – und das mit 0:3 gegen den FC Memmingen. Auch sonst waren die Memminger bei allen Auftritten unter Kunzes Regie nicht weit weg vom Gegner.

Und: Vor einem Monat wurde in Seligenporten im Pokal-Viertelfinale schon einmal gewonnen (2:1). Es war der zweite Sieg in dieser Runde gegen den SVS, denn zu Saisonbeginn stand mit 4:2 auch ein Punktspielsieg zu Buche. Klar heißt es jedes Mal, wir müssen gewinnen. Klar, ist es entscheidendes Spiel. Aber wir werden am Samstag auch nicht absteigen, ist sich der Coach bewusst, dass es bei einer Niederlage verdammt schwer wird, die Kurve zu kriegen – endgültig gelaufen ist aber auch noch nichts.

Dass die Personalsorgen anhalten, ist nichts Neues. Nach einer kleinen Entspannung in Sachen Verletzungen, kehrt hier das Pech wieder zurück. Für Mittelfeldspieler Marco Schad (Außenbandanriss) und Verteidiger Daniel Zweckbronner (Syndesmosebandanriss) ist das Fußballjahr 2017 gelaufen.

Operationen sind nicht notwendig, aber an Sport ist erst wieder nach der Winterpause zu denken. Dann unter einem neuen Trainer, denn es war und ist klar, dass es Kunze nur interimsweise bis Weihnachten macht. Den Namen des neuen Mannes soll es in der kommenden Woche geben. Dann ist am Dienstag auch Mitgliederversammlung beim Fußballclub.

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