Regionalliga
Keine Panik beim FC Memmingen vor wichtigem Nachholspiel in Rain

Der Schlussspurt in der Fußball-Regionalliga Bayern wird heiß. Von Platz 12 bis 18 tobt der Abstiegskampf – mittendrin befindet sich der FC Memmingen, der sich in den vergangenen Wochen nicht entscheidend absetzen konnte und dessen Vorsprung vor dem Dienstag-Nachholspiel (18 Uhr) beim TSV Rain vor der Gefahrenzone noch drei Punkte beträgt.

Gelingt in Nordschwaben ein Sieg, wäre erst einmal alles wieder im Lot und ein direkter Kontrahent deutlich auf Distanz gehalten. Mit einem Unentschieden könnten die Memminger zur Not auch leben, mit einer Niederlage beim Tabellenletzten würde der Druck weiter zunehmen. Schon am Freitag geht es mit einem schweren Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg weiter.

Der Ernst der Lage ist jedem bewusst, Panikmache ist laut dem Trainerduo Christian Braun/Thomas Reinhardt aber nicht angesagt, denn Leistung und Einsatz passen eigentlich. Gleich nach der unglücklichen Niederlage am Samstag in Fürth begann die Vorbereitung auf Rain, das zuletzt beim Spitzenreiter SSV Jahn Regensburg eine ansprechende Leistung gezeigt hat und beim knappen 0:1 mit dem gleichen Schicksal wie der FCM haderte, nämlich beim Favoriten eben keinen Treffer erzielt zu haben.

Sonst hätte es zu mehr gereicht. Der TSV hat direkt vor dem Wiederauftakt nach der Winterpause einen überraschenden Trainerwechsel vorgenommen. Für Jürgen Steib kam sein Vorgänger Tobias Luderschmid, der in der Vorrunde beim FC Augsburg II entlassen worden war. Rain hat sich auch von zwei Spielern getrennt, die offenbar nicht mitgezogen haben.

Auch in Memmingen sind sie näher zusammengerückt, was sich auch bildlich zeigt. Die Mannschaft schwört sich neuerdings vor dem Anpfiff im Spielerkreis ein. Das soll den Zusammenhalt zeigen und auch nach außen hin dokumentieren. Aus dem Kollektiv wird dieses Mal Eddy Weiler fehlen, der unter der Woche beruflich verhindert ist.

Für ihn kehrt nach Verletzungspause und Schleudertraum Sebastian Schmeiser in die Startelf zurück. Bei Stefan Heger, der sich im Pokalspiel in Buchbach eine Armverletzung zugezogen hatte, werden weitere Untersuchungen in dieser Woche zeigen, ob er operiert werden muss.

Wie die Ergebnisse auch zuletzt zeigten, liegt das Leistungsvermögen der Regionalligisten ganz eng zusammen. Den Ausschlag in Rain wird die Tagesform geben und wie die Memminger kräftemäßig die zweite englische Woche hintereinander bewältigen.

BFV-Toto-Pokal-Halbfinale: Nachdem sich der FC Memmingen und der Drittligist Würzburger FV nicht auf einen Termin einigen konnten, hat der Verband die Pokalpartie nun gemäß der ursprünglichen Ausschreibung auf Mittwoch, 20. April, um 18.30 Uhr angesetzt.

Die Memminger beharrten auf der Austragung am Mittwoch, um dem um der Live-Übertragung des DFB-Pokalhalbfinales mit dem FC Bayern München am Tag zuvor aus dem Weg zu gehen. Gegner Würzburgwollte lieber am Dienstag spielen. Zwischenzeitlich war sogar der Montagabend im Gespräch, was aus FCM-Sicht aber organisatorisch jetzt nicht mehr zu stemmen gewesen wäre.

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