Pokalspiel
FC Memmingen will sich gegen Löwen schlagkräftig zeigen

Bereits 2017 gastierten die Löwen in der Memminger Arena. Damals spielten sie noch in der Regionalliga und entschieden das Auftaktspiel mit 4:1 für sich.
  • Bereits 2017 gastierten die Löwen in der Memminger Arena. Damals spielten sie noch in der Regionalliga und entschieden das Auftaktspiel mit 4:1 für sich.
  • Foto: Ralf Lienert
  • hochgeladen von Camilla Schulz

Wer hätte gedacht, dass der TSV 1860 München nach dem Drittliga-Aufstieg so schnell wieder zu einem Pflichtspiel in der Memminger Arena antreten muss? Für den FC Memmingen ist das BFV-Toto-Pokal-Achtelfinale am Dienstag (Anpfiff 19 Uhr) nicht nur das „Spiel des Jahres“, sondern sowohl sportlich als auch organisatorisch eine Herausforderung. Die wichtigste Nachricht aus FCM-Sicht im Vorfeld: Es gibt an den Tageskassen noch ausreichend Stehplatzkarten sowohl für den Heim- als auch den Gästeblock. 5.000 Fans, wie beim Regionalliga-Eröffnungsspiel vor einem Jahr, passen in die Arena.

Die Lage: Regionalliga gegen 3. Liga – auf dem Papier ist klar, wer Favorit ist. Für den FC Memmingen ist es eine englische Woche – der Pokalabend liegt zwischen zwei Punktspielen. Die Sechziger können Vollgas geben, denn am nächsten Wochenende ist Länderspielpause in den Profiligen. Sie werden sicher nicht den Fehler machen und nur eine B-Elf wie im vergangenen Jahr beim Ausscheiden in Bayreuth aufbieten, dafür ist der Wettbewerb finanziell zu wichtig. Um sicher erneut in die lukrative DFB-Hauptrunde einzuziehen müsste 1860 in der 3. Liga unter die ersten Vier kommen oder eben den bayerischen Landespokal holen., was vermutlich die leichtere der beiden Varianten ist.

Der Gegner: Die „Leidenszeit“ des TSV 1860 München nach dem Absturz bis in die Viertklassigkeit währte nicht lange. Die Löwen konnten trotz einiger Turbulenzen doch recht souverän die Regionalliga-Meisterschaft sichern und über die Aufstiegsspiele den Sprung in die 3. Liga schaffen. Ein Fels in der Brandung war dabei Trainer Daniel Bierofka. Auch Günther Gorenzel als sportlicher Leiter zieht mit ruhiger Hand die Fäden, was im Münchner Umfeld nicht immer ganz leicht ist. Er zieht auch die personellen Strippen. Der verletzungsanfällige Memminger Timo Gebhart wurde nicht weiterverpflichtet. Kurz vor Ende der Transferzeit wurde noch Romuald Lacazette verpflichtet. Der 24-jährige Franzose wird vom SV Darmstadt 98 bis Saisonende ausgeliehen. Er ist der elfte Neuzugang – die anderen Verpflichtungen: Severin Buchta (Karlsruher SC), Simon Lorenz (VfL Bochum), Quirin Moll (Ein­tracht Braunschweig), Semi Belkahia (VfR Garching), Stefan Lex (FC Ingolstadt), Efkan Bekiroglu (FC Augsburg II), Her­bert Paul (FC Schweinfurt 05), Adriano Grimaldi (Preußen Münster), Kristian Böhnlein (SpVgg Bayreuth), Marius Willsch (FC Schweinfurt) und Alessandro Abruscia (Stuttgarter Kickers).

Das 1860-Personal: Die angeschlagenen Daniel Wein und Sascha Mölders werden laut Bierofka nicht nach Memmingen fahren. Torhüter Hendrik Bonmann fällt mit einem Innenbandanriss mehrere Wochen aus. Möglich ist aber, dass Lacazette erstmals dabei ist. Die Löwen werden voraussichtlich mit Trauerflor auflaufen und damit dem in seiner Heimat Togo tödlich verunglückten Amateurspieler "Ibo" Kododji gedenken.

Das FCM-Personal: Trainer Stephan Baierl will eine „schlagkräftige Besetzung“ aufbieten und die Außenseiterchance nutzen. Das Motto: „Mit einem guten Tag den Löwen gefährlich werden“.. Was heißt, der momentan etwa 18 Spieler umfassende Regionalliga-Kader wird auch ins Pokalspiel gehen, „taktische Änderungen nicht ausgeschlossen“. Fabio Zeche, wie schon bisher im Pokal, wird anstelle von Martin Gruber zwischen den Pfosten stehen. Neuzugang Deni Stoilov könnte in den Kader rücken.

Bisherige Vergleiche: In der Saison spielte Memmingen dreimal gegen Sechzig und verlor dreimal. Das Eröffnungsspiel mit 1:4, das Rückspiel im Grünwalder Stadion mit 0:2 und einen Test mit 0:1.

Die Generalproben: 1860 hat das Punktspiel gegen Cottbus mit 2:0 gewonnen und sich auf den vierten Tabellenplatz vorgeschoben. Der FCM kam im Regionalliga-Spitzenspiel in Schweinfurt vom Ergebnis her hoch mit 1:5 unter die Räder. Baierl sagt: „Unter Wert geschlagen“.

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