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FC Memmingen muss auf Kapitän Dennis Hoffmann verzichten

Drei Aufsteiger hintereinander warten in den kommenden Wochen auf der FC Memmingen in der Fußball-Regionalliga Bayern. Den Anfang macht am Samstag (14 Uhr) das Auswärtsspiel beim TSV 1860 Rosenheim. Anschließend kommen die SpVgg Bayern Hof und der VfR Garching in die Memminger Arena.

Wenn es gelingt, gegen diese Gegner mehr oder minder voll zu punkten, dann wäre schon frühzeitig der Klassenerhalt in trockenen Tüchern, die Restsaison könnte gelassener angegangen und ein Hauptaugenmerk auf den Pokalwettbewerb gerichtet werden. Dennis Hoffmann wird in diesen wichtigen Partien nicht mitwirken können. Der Memminger Kapitän liegt immer noch auf Eis.

Wie lange noch, kann er selbst nicht sagen: Vielleicht geht’s in zwei Wochen wieder, vielleicht noch lange nicht. Der 26-jährige hat seit September vergangenen Jahres nur noch unter Schmerzen gespielt, sich in die Winterpause gerettet und hier gehofft, dass es besser wird. Wurde es aber nicht. Ein Bandscheibenvorfall war diagnostiziert worden, ausschlaggebend für die Schmerzen war er wohl eher nicht. Bei weiteren Untersuchungen wurde eine Beckenentzündung festgestellt und als Hauptursache ausgemacht.

Eine deutliche Besserung sei zumindest in Sicht. Bei Hoffmann kommen Erinnerungen an die ehemaligen FCM-Spieler Candy Decker oder Stefan Zobel auf. Beide laborierten auch lange herum, Ursache unklar – am Schluss mit frühzeitigem Karriereende mitten im besten Fußballeralter. Daran denkt der jetzige Spielführer noch überhaupt nicht, ist ständig bei den Vereinsärzten Stefan Gaum und Jan-Henrik Sperling sowie den Physiotherapeuten in Behandlung, kämpft um sein Comeback.

Das Problem: Sitzen oder stehen ist einfach sehr, sehr schmerzhaft. Eine Schonhaltung gibt es im Alltag und Beruf eigentlich nicht. Schmerzhaft - das war für Hoffmann auch die 0:1 Heimniederlage zum Start am vergangenen Wochenende gegen den TSV 1860 München II. Auch wenn es die anderen gut gemacht haben, einen zusätzlichen Kämpfer und Unruheherd hätte die Mannschaft auf dem Platz noch gut gebrauchen können.

Unruhig rutschte er auf seinem Tribünensitz hin und her, wurde laut als die Partie am Ende kippte: Die Niederlage hat mich als Kopf der Mannschaft auch draußen tief getroffen. Ähnlich lief es übrigens am siebten Spieltag im Hinspiel gegen Rosenheim – damals mit Hoffmann. Hier besiegelte ebenfalls ein sehr später Treffer eine unglückliche 0:1 Pleite.

Dieses Mal soll es anders laufen: Gegen 1860 haben wir grundsätzlich richtig gespielt. Wenn wir genauso kämpfen, nehmen wir aus Rosenheim drei Punkte mit nach Hause. Ob Hoffmann zumindest als moralische Unterstützung dabei ist? Klar, fahre ich auf jeden Fall mit. Fehlende Schonhaltung auf der Busfahrt hin oder her.

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