Handball
Dritte Niederlage im dritten Spiel für Ottobeurer Handballer in Bayernlig

TSV Ottobeuren überzeugt zwar gegen Fürstenfeldbruck, verliert aber trotzdem mit 22:27 Auch nach dem dritten Punktspiel der neuen Bayernliga-Saison warten die Handballer des TSV Ottobeuren weiter auf ein Erfolgserlebnis.

Bei der 22:27 (14:13)-Heimniederlage gegen TuS Fürstenfeldbruck lieferten sie dem Meisterschafts-Mitfavoriten 50 Minuten lang einen offenen Kampf, um am Ende dennoch mit leeren Händen dazustehen.

Der Verlauf der Partie erinnerte an das vorherige Heimspiel gegen den TSV Haunstetten, das die Ottobeurer unglücklich verloren hatten. Gegen die Gäste aus 'Bruck' begann das TSVO-Team einsatzfreudig und voller Elan. Damit hielten die Gastgeber den höher eingestuften Gegner wirkungsvoll in Schach.

Nach Markus Müllers verwandeltem Siebenmeter-Wurf führten sie mit 3:2 (8. Minute). Bis zur Mitte der ersten Hälfte hatten die oberbayerischen Gäste die Begegnung mit einigen Schnellangriffen jedoch zu ihren Gunsten gedreht - 'Bruck' lag nun mit 10:5 in Front.

Ottobeurens Coach Harald Michaeler beantragte daraufhin eine Auszeit für seine Mannschaft. Diese Unterbrechung zeigte eine positive Wirkung: Der erst 19-jährige Außenspieler Luca Kaulitz war mit vier Toren entscheidend daran beteiligt, dass sich die Ottobeurer eindrucksvoll zurückmeldeten und zur Pause mit einem Tor Vorsprung führten.

Die rund 400 Zuschauer in der erneut gut besuchten Dreifachturnhalle sahen im zweiten Durchgang einen offenen Schlagabtausch zweier gleichwertiger Kontrahenten. Die Hausherren gingen mit einer vorbildlichen kämpferischen Einstellung zu Werke und wehrten sich mit großem Einsatz gegen das hohe 'Brucker' Spieltempo.

Elf Minuten vor dem Ende war eine Tendenz über den Spielausgang noch nicht auszumachen (20:20). Es folgte eine dramatische Schluss-Sequenz mit der markanten 50. Spielminute: Erst scheiterten die Gäste am Pfosten, dann verloren sie ihren Spieler Marco Müller mit Feldverweis und schließlich vergab Ottobeurens Routinier Daniel Berkessel einen Siebenmeter – alle drei Szenen spielten sich binnen 60 Sekunden ab.

Beim Stand von 21:23 nahm der TSVO seine zweite Auszeit (54.). Zweiminuten-Strafen gegen Christian Haller (TuS) und Attila Susan (TSVO) sowie eine Gelb-Verwarnung gegen Gastgeber-Trainer Harald Michaeler waren Ausdruck der aufkommenden Hektik in der unnachgiebig geführten Entscheidungsphase. Die Ottobeurer verpassten es auf dem 'Gipfel der Spannung', ihre guten Torchancen zu verwerten.

Die Konsequenz war eine wiederum bittere Heimniederlage. 'Gegen Ende des Spiels sind verschiedene Aktionen gegen uns gepfiffen worden. Das ärgert mich maßlos. Allerdings haben wir in dieser Phase auch selbst entscheidende Bälle nicht verwertet', resümierte der enttäuschte Michaeler.

Der Kader des TSV Ottobeuren (TSVO)

TSVO: Zoltan Varga (Tor), Christoph Schwarz; Patrick Kofler, Attila Susan (1 Tor), Alexander Stöhr, Andras John (4/davon 1 Siebenmeter), Benedikt Bartenschlager (3), Luca Kaulitz (4), Michael Höbel (1), Tim Ramsauer (2), Christian Schaupp (1), Daniel Berkessel (3), Markus Müller (3/1).

Rote Karte: Marco Müller (Fürstenfeldbruck, 50.).

Schiedsrichter: Günther Börkey / Rudi Holzner (TSV Großhadern).

Zuschauer: rund 400.

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