Sieg
BFV-Toto-Pokal-Viertelfinale: SpVgg Bayreuth FC Memmingen 2:3

Es läuft beim FC Memmingen. Mit einem 3:2 (1:0) Erfolg beim Regionalliga-Konkurrenten SpVgg Oberfranken Bayreuth zogen die Allgäuer am Mittwochabend in das Halbfinale des BFV-Toto-Pokals ein und dürfen weiter davon träumen, erstmals in die DFB-Pokal-Hauptrunde vorzustoßen. 720 Zuschauer erlebten einen hochdramatischen und hart umkämpften Pokalkrimi, bei dem in der Nachspielzeit Branko Nikolic mit dem Siegtreffer die etwa 20 mitgereisten Memminger Fans jubeln ließ.

Dabei entschied sich erst kurz vor Anpfiff, dass der angeschlagene Nikolic überhaupt auflaufen konnte. Genauso wie Martin Gruber. Der Torhüter hatte sich beim 2:0 Heimspiel in der Punkterunde gegen den VfR Garching an der Schulter verletzt, biss auf die Zähne und erwies sich in den Schlussminuten einmal mehr als 'Lebensversicherung'. Beim wuchtigen Kopfball des eingewechselten Sebastian Glasner setzten die Bayreuther schon zum Torschrei an (89. Minute). Gruber griff jedoch sicher zu. 2:2 stand es zu diesem Zeitpunkt. Eine Kontermöglichkeit sollte sich noch ergeben und die schloss Nikolic eiskalt ab.

Der FCM hatte sich zuvor vom Anpfiff an hellwach gezeigt und erwischte einen Blitzstart. Stefan Heger hielt bei einer Salemovic-Flanke den Fuß rein – das 0:1 schon nach zwei Minuten. Schiedsrichter Christian Brütting zückte schon in der ersten Hälfte sechs Gelbe Karten, bis zum Ende sollten noch etliche weitere folgen. Was für einen absoluten Pokalfight zeugt.

Gleich nach der Pause waren es die Hausherren, die einen optimalen Start hinlegten. Kristian Böhnlein brauchte nach Wiederanspiel nur 16 (!) Sekunden zum 1:1. Als Gruber nach 58 Minuten gegen den Schuss von Patrick Weimar genau in den Winkel machtlos war, schien mit dem 2:1 die Partie zu kippen. Bei Bayreuth fehlte hier schon Stürmer Tobias Ulbricht, der nach einem Zweikampf mit Verdacht aus Kreuzbandriss ausschied. Das heizte die Emotionen an. Rund um sowie auf dem engen Platz des SC Kreuz Bayreuth ging es fortan noch heißer her. Davon unbeeindruckt hatten Stefan Heger (62.) und Stefan Schimmer (67.) den Ausgleich auf dem Fuß.

Eine Standardsituation brachte das 2:2. David Anzenhofer sorgte per Kopfball nach einer Ecke wieder für ein offenes Rennen, in das FCM-Trainer Stefan Anderl in der Schlussphase wieder seine junge Garde mit Furkan Kircicek, Philipp Boyer und Tim Buchmann schickte. Mit Erfolg: Happy End, siehe oben.

FCM-Präsident Armin Buchmann war nach dem Schlusspfiff (nach sieben Minuten Nachspielzeit) völlig aus dem Häuschen: 'Da steckt eine unfassbare Moral in der Truppe'. Der FC Memmingen hat nun im Pokal-Halbfinale Heimrecht gegen den Liga-Konkurrenten 1. FC Schweinfurt 05, der sich tags mit 2:0 beim Bayernligisten FC Amberg durchgesetzt hat. Der Spieltermin steht noch nicht fest.

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