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Sieben Verletzte bei Ammoniakaustritt in Oberschönegg - Polizei gibt Entwarnung

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Ein Großaufgebot aus Feuerwehr, Rettungsdienst, THW und Polizei befand sich gestern Abend stundenlang im Einsatz, nachdem zunächst Gasgeruch festgestellt wurde und kurze Zeit später bereits eine verletzte Person unter Atembeschwerden litt.

Die Integrierte Leitstelle Donau/Iller hatte der Polizei gegen 17.40 Uhr den Sachverhalt mitgeteilt. Nachdem sich der Gasgeruch bestätigte, führten die Einsatzkräfte der Feuerwehr mehrere Messungen vor Ort durch. Zunächst wurden die Anwohner in der Brunnengasse per Außenlautsprecher gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten und das Haus nicht zu verlassen.

Je nach Gefährdungsbeurteilung wurde nach und nach mit Evakuierungsmaßnahmen begonnen. Nach zunächst unauffälligen Messergebnissen wurde gegen 19.30 Uhr im Bereich eines Regenwasserkanals eine Konzentration gemessen, welche den Gefahrengrenzwert um ein Dreifaches übertraf. Im weiterem Verlauf entschieden sich die Fachleute dazu, die Kanäle zu spülen und das Ammoniak 'aus der Kanalisation zu drücken'.

Zuvor mussten weitere Personen evakuiert werden. In einer Gaststätte wurde eine Sammelstelle für die evakuierten Anwohner eingerichtet. Es folgten mehrere Lautsprecherdurchsagen von Seiten der Polizei. Insgesamt mussten rund 80 Personen evakuiert werden.

Vier Personen verletzten sich aufgrund des ausgetretenen Ammoniaks, ein Feuerwehrmann verletzte sich im Rahmen des Einsatzes leicht am Fuß, ein Anwohner klagte über Kreislaufbeschwerden und ein weiterer erlitt einen Kreislaufkollaps. Vor Ort waren etwa 250 Einsatzkräfte der Feuerwehr, THW, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz. Den Einsatz der Feuerwehr leitete Kreisbrandinspektor Jakob Schlögel.

Auch der Bürgermeister der Gemeinde Oberschönegg, Günther Fuchs, machte sich vor Ort ein Bild von der Gefahrenlage und dem Einsatzgeschehen. Der Leiter des Katastrophenschutzamtes im Landratsamt Unterallgäu, Herr Stolp, war fortwährend eingebunden.

Nach mehreren unbedenklichen Messergebnissen konnten gegen 00.30 Uhr alle Anwohner wieder in ihre Anwesen zurückkehren. Die Kripo Memmingen hat die Ermittlungen hinsichtlich möglicher Umwelt- und Körperverletzungsdelikte aufgenommen. Noch ist unklar, wie das Ammoniak in die Regenwasserkanalisation gelangte.

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