Fahndung
Schweizer Sportwagen mit über 200 km/h auf A96 bei Memmingen unterwegs

Symbolbild.

Ein Schweizer Sportwagen ist am Freitagnachmittag mit über 200 km/h auf der A96 bei Memmingen in Richtung Süden gefahren. Der Zivilstreife der Bayerischen Grenzpolizei fiel der Wagen auf, als sich die Beamten im Rahmen der Schleierfahndung im Berufs- und Reiseverkehr befanden.

Nach Angaben der Polizei beobachteten die Beamten zunächst das Verhalten des augenscheinlich recht jungen Fahrers eine Weile, konnten aber keine verkehrsrechtlichen Verstöße feststellen. Wie die Polizei mitteilt, erschien die Konstellation mit weiblicher Begleitung, elegantem Aussehen und einem kleinen Hund im Fahrgastraum zunächst weitestgehend harmlos.

Instinktiv sollen sich die Beamten jedoch trotzdem für eine Kontrolle des Wagens entschieden haben, teilt die Polizei mit. Dabei stellte sich heraus, dass der 29-jährige Kroate mit gleich drei aktuellen Ausschreibungen deutschlandweit zur Fahndung ausgeschrieben war. Es lagen zwei Haftbefehle wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis von der Staatsanwaltschaft München mit knapp 5.000 Euro Geldstrafe oder 115 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe vor. Außerdem fahndete die Staatsanwaltschaft Bochum wegen Betrugs nach dem Mann.

Der in der Schweiz lebende Angestellte konnte zwar einen kroatischen Führerschein vorweisen, doch auch hier brachte die Überprüfung durch die Polizei neue Erkenntnisse. Die deutsche Führerscheinstelle hatte dem früher in Deutschland lebenden Sportwagenfahrer eine Fahrerlaubnissperre für seinen ausländischen Führerschein erteilt.

Auf der Dienststelle hatte der Mann nach Angaben der Polizei die Möglichkeit, die geforderte Geldsumme zu begleichen. Eine Streife brachte den Fahrer letztlich in eine Justizvollzugsanstalt. Nach Rücksprache mit dem Bereitschaftsdienst der Staatsanwaltschaft Kempten erwartet den Kroaten eine weitere, empfindliche Geldstrafe.

Der Sportwagen ist ein Geschäftswagen seines Arbeitgebers. Er kümmerte sich noch am Abend um die Abholung des Luxuswagens. Die Begleiterin und ihr Hund konnten somit im gleichen Fahrzeug ihre Reise in die Schweiz fortsetzen.

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