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"Rate mal, wer hier spricht?"
Memmingen: Betrüger erbeuten Ersparnisse einer alten Dame mit fieser Masche

Betrüger haben eine betagte Seniorin in Memmingen um ihr Erspartes gebracht. (Symbolbild)
  • Betrüger haben eine betagte Seniorin in Memmingen um ihr Erspartes gebracht. (Symbolbild)
  • Foto: Sabine van Erp auf Pixabay
  • hochgeladen von Holger Mock

Durch betrügerisches Vortäuschen eines Verwandtschaftsverhältnisses erbeuteten bislang unbekannte Täter die Ersparnisse einer betagten Seniorin in Memmingen.

Der Fall

Am Donnerstag gegen 14:30 Uhr, meldete sich der täuschend echt wirkende vermeintliche Schwiegersohn telefonisch bei der Seniorin und bat sie um finanzielle Unterstützung. Der falsche Schwiegersohn gab an, in einen Unfall verwickelt worden zu sein und nun dringend Geld zu benötigen. Die Geschädigte übergab daraufhin einem bislang unbekannten Abholer einen mittleren fünfstelligen Betrag.

Die Masche

"Rate mal, wer hier spricht?" - so oder ähnlich beginnen immer wieder Anrufe bei Bürgerinnen und Bürgern. Es meldet sich ein vermeintlicher Enkel bei Seniorinnen und Senioren und bittet schnell um Bargeld, weil er in einer Notlage stecke. Die Namen und Geschichten sind austauschbar, die Masche dahinter bleibt die gleiche. Durch geschickte Gesprächsführung schaffen es die Betrüger, dem Angerufenen glaubhaft zu machen, dass sich ein Verwandter am anderen Ende der Leitung befinde.

Die Zahlen

Mit der Masche des "Enkeltricks" erbeuteten die Betrüger im Jahr 2020 eine Summe von mehr als 100.000 Euro. Die Polizei registrierte im gesamten Zuständigkeitsgebiet 110 Anrufe, von denen 4 mit einer Geldübergabe endeten.

Alleine 2021 vermeldet das PP Schwaben Süd/West im Bereich Memmingen und Unterallgäu schon 16 Anrufe. Das Phänomen ist auf dem Vormarsch, was sich auch an den Schadenssummen ablesen lässt: Insgesamt entstand 2021 bereits ein Vermögensschaden von mehr als 150.000 Euro, mit dem heutigen Fall entfielen dabei mehr als 100.000 Euro alleine auf den Landkreis Unterallgäu und die Stadt Memmingen.

Die Tipps der Polizei

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen.
  • Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahe stehende Personen.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen.

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