500 Kilo Rauschgift
Kokainfund in Neu-Ulm: Sechs Festnahmen, einer auf der Flucht

Knapp eine halbe Tonne Kokain in Bananenkisten in Neu-Ulm
  • Knapp eine halbe Tonne Kokain in Bananenkisten in Neu-Ulm
  • Foto: Polizei
  • hochgeladen von Holger Mock

Ein Mitarbeiter eines Früchte-Großhandels brachte die Polizei auf die Spur: Knapp eine halbe Tonne Kokain in Bananenkisten haben die Beamten am Freitag in Neu-Ulm sichergestellt. Die "Empfänger" der Lieferung, insgesamt sieben Personen, wollten das Kokain in der Nacht von Samstag auf Sonntag abholen. Sechs von ihnen hat die Polizei festgenommen, einer konnte flüchten.

Der Mitarbeiter des Großhandels hatte die übliche Qualitätskontrolle der Ware durchgeführt. Dabei waren ihm verdächtige Päckchen in Bananenkartons aufgefallen. Er verständigte die Polizei.

Die Ermittler haben zunächst noch am Freitag die LKWs überprüft, in denen die Bananenkartons angeliefert worden waren. Die Laster kamen aus den Niederlanden. Knapp 500 Kilogramm Kokain fanden die Beamten, versteckt in Bananenkisten. In der Nacht von Samstag auf Sonntag dann der "Showdown" mit den Schmugglern.

Insgesamt sieben Personen kamen zum Gelände des Großhandels. Drei von ihnen brachen in die Halle ein. Mit Taschen und vier weiteren Helfern wollten sie das Kokain aus der Halle holen. Spezialeinheiten der Polizei haben sechs von ihnen noch in unmittelbarer Nähe zum Großhandel festgenommen. Nach dem siebten hat die Polizei in einer aufwändigen Suche mit Hubschraubern und Diensthunden gesucht, allerdings vergeblich. Er ist weiterhin auf der Flucht, Beschreibung gibt es keine.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um sechs Männer im Alter von 24 bis 39 Jahren. Fünf von ihnen sind albanische Staatsangehörige, einer stammt aus Rumänien. Die Polizei geht davon aus, dass die Männer eigens für diese Tat aus ihrem Heimatland nach Bayern gereist sind und direkt im Anschluss wieder ausgereist wären.

„Diese erneute Sicherstellung einer enormen Menge eines gefährlichen Rauschgiftes zeigt deutlich, dass weiterhin skrupellose und bestens organisierte Täter versuchen, viel Geld damit zu verdienen. Nur durch enge internationale Zusammenarbeit können die Sicherheitsbehörden weiterhin den organisierten Rauschgifthandel bekämpfen“, so Robert Heimberger, Präsident des Bayerischen Landeskriminalamtes in einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Memmingen und des Bayerischen Landeskriminalamtes.

Aufgrund des Polizeieinsatzes musste der Schienenverkehr der Illertalbahn zeitweise eingestellt werden.

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