Schon sechs Fälle bekannt
Kinder vor Schulen angesprochen: Fälle in Memmingen häufen sich

In Memmingen gab es seit dem 2. Dezember sechs Fälle, bei denen Schüler von Fremden angesprochen wurden. (Symbolbild)
  • In Memmingen gab es seit dem 2. Dezember sechs Fälle, bei denen Schüler von Fremden angesprochen wurden. (Symbolbild)
  • Foto: Jens Weber / pixelio.de
  • hochgeladen von Svenja Moller

Seit dem 2. Dezember gab es sechs Fälle, bei denen in Memmingen Kinder verdächtig von Fremden angesprochen wurden. Diese Fälle verteilen sich auf die Bereiche rund um die Theodor-Heuss-Grundschule und die Elsbethen-Grundschule. Wie Alfred Schöner, Ermittlungsgruppenleiter der Polizeiinspektion Memmingen gegenüber all-in.de bestätigt, wurden die Kinder aus einem Auto oder von der gegenüberliegenden Straßenseite angesprochen.

Unklar, ob es sich nur um einen Täter handelt

Alle betroffenen Schüler berichteten von einem Mann mit schwarzer Kleidung. Sein Alter wurde jedoch von den Kindern unterschiedlich eingeschätzt. Derzeit ist unklar, ob es sich in allen Fällen um die gleiche Person handelt. "Aktuell haben wir keinen konkreten Verdacht", so Schöner. Immer wieder sind allerdings uniformierte Streifen an den Schulen vor Ort.

Eigendynamik in Sozialen Medien

Laut dem Ermittlungsgruppenleiter habe das Thema mittlerweile eine Eigendynamik in den Sozialen Medien entwickelt. Die Fälle würden online verbreitet und damit auch eine gewisse Panik geschürt. "Es entwickelt sich wie ein Lauffeuer", beschreibt Schöner die Situation.

Polizei gibt Tipps für Kinder

  • Bevor ich weggehe, gebe ich meinen Eltern oder der verantwortlichen Person immer Bescheid. Ich sage, wohin ich gehe, wie ich dorthin gelange, wer mich begleitet und wann ich wieder zu Hause bin.
  • Bevor ich in ein Auto steige oder mit jemandem weggehe, FRAGE ich meine Eltern um Erlaubnis, auch wenn es sich um eine mir bekannte Person handelt. Bevor ich Geld oder Geschenke annehme, FRAGE ich meine Eltern.
  • Wenn möglich gehe ich mit Freunden oder Klassenkameraden gemeinsam – Zusammen sind wir stark.
  • Ich sage laut und deutlich was ich nicht will – ich habe Mut zu sagen: Lassen Sie mich in Ruhe!
  • Ich trete nicht zu nah an Fahrzeuge heran – Fragen von Autofahrern können von Erwachsenen beantwortet werden.
  • Wenn ich mich bedroht fühle, mache ich auf mich aufmerksam - ich bin laut und gehe direkt zu anderen Personen um mir Hilfe zu holen.
  • Weglaufen ist nicht feige – wenn ich mich abwende und gehe.
  • Wenn keine Erwachsenen in der Nähe sind, spreche ich andere Kinder an.
  • Ich kann jederzeit mit dem Handy die Polizei über 110 anrufen oder jemanden bitten, die Polizei anzurufen.
  • Ich weiß, es TRIFFT MICH KEINE SCHULD, wenn mich jemand auf eine Art berührt, die nicht okay ist. Ich werde diese Berührungen nicht verschweigen, ich darf darüber sprechen, ganz gleich, was passiert ist.
  • Ich verlasse mich auf meine Gefühle und vertraue Erwachsenen die Probleme an, die ich nicht alleine lösen kann.
  • Viele Menschen sorgen sich um mich, hören mir zu und glauben mir. Ich bin nicht allein.
  • Es ist nie zu spät, sich Hilfe zu holen. Ich kann solange fragen, bis mir jemand hilft.
  • Ich bin etwas BESONDERES und habe Anspruch darauf, mich sicher zu fühlen.

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