Unglück
Gas-Alarm in Memminger Hotel: Polizei geht von technischem Defekt aus

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Gasalarm mitten in Memmingen: Im Keller eines Hotels ist am Freitag Kohlenstoffmonoxid ausgeströmt. Zwei Personen haben sich schwere Verletzungen zugezogen. 25 weitere Opfer klagten über Atembeschwerden, sie wurden zur ambulanten Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

Die Polizei geht mittlerweile von einem technischen Defekt aus. Die Stadt Memmingen hat das Hotel am Samstagnachmittag in Absprache mit der Feuerwehr wieder freigegeben.

Am Samstagvormittag nahmen die Gutachter des Bayerischen Landeskriminalamts die Arbeit auf. Die Ursachenforschung richtet sich auf das hoteleigene Blockheizkraftwerk, welches runtergefahren ist und dadurch keine weitere Gefährdung verursachen kann. Der Betrieb des Hotels wird dadurch laut Polizei nicht beeinflusst.

Um das Gasleck zu finden, sind am Freitag Spezialisten der Münchner Berufsfeuerwehr nach Memmingen geeilt. Durch die Abschaltung aller in Frage kommenden technischen Geräte und Lüftung des Gebäudes konnte die Kohlenstoffmonoxidbelastung beseitigt werden.

Gas-Warngerät schlägt Alarm

Der Rettungsdienst war am Freitag gegen 12 Uhr in das Hotel in der Innenstadt gerufen worden. Eine Frau, die dort Gast war, litt unter Kreislaufbeschwerden. 'Die Sanitäter hatten ein Gas-Warngerät dabei, das ausgeschlagen hat', berichtete Polizeisprecher Sebastian Adam am Unfallort. 'Daraufhin wurde die Feuerwehr gerufen. Sie bestätigte, dass Kohlenstoffmonoxid im Keller austritt.' Es handelt sich dabei um ein geruchloses und giftiges Gas.

Das Hotel wurde evakuiert, etwa 70 Personen waren davon betroffen. Bei den Schwerverletzten handelt es sich einen weiblichen Hotelgast aus Berlin und eine 34-jährige Hotelangestellte. Eines der Opfer wurde laut Polizei mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen.

Die Vermutung, dass das Gas wegen eines defekten Ventils ausgetreten war, bestätigte sich nicht. Um die Ursache zu finden, gab es auch Messungen in benachbarten Gebäuden. Dort wurde aber kein Kohlenstoffmonoxid festgestellt. Im Hotel wurden jedoch weiterhin erhöhte Werte gemessen.

Am späten Nachmittag trafen dann Spezialkräfte der Münchner Berufsfeuerwehr ein. Zudem wurde ein Toxikologe mit dem Hubschrauber nach Memmingen geflogen. Neben diesen Spezialkräften eilten 80 Feuerwehrleute und Polizisten zum Unfallort, außerdem Rettungskräfte aus allen angrenzenden Kliniken. In der Memminger Innenstadt waren mehrere Straßen gesperrt.

Alle Hotelgäste konnten anderweitig untergebracht werden. Die abschließenden Ermittlungen übernimmt die Kriminalpolizei Memmingen.

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