Mit viel Herzblut und Tatkraft
Zweite Memminger Bürgermeisterin Margareta Böckh bekommt Bundesverdienstkreuz am Bande ausgehändigt

Freuten sich mit Margareta Böckh über den feierlichen Anlass (von links): Staatsminister Dr. Hans Reichhart, Bürgerbeauftragter Klaus Holetschek und Oberbürgermeister Manfred Schilder.
  • Freuten sich mit Margareta Böckh über den feierlichen Anlass (von links): Staatsminister Dr. Hans Reichhart, Bürgerbeauftragter Klaus Holetschek und Oberbürgermeister Manfred Schilder.
  • Foto: V. Weyrauch / Pressestelle Stadt Memmingen
  • hochgeladen von Laura Alsleben

Memmingen (ex).

Der Bayerische Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Dr. Hans Reichhart, händigte der Zweiten Bürgermeisterin Margareta Böckh bei einer Feierstunde im Memminger Rathaus das Bundesverdienstkreuz am Bande aus. „Seit über zwei Jahrzehnten setzen Sie sich in besonderer Weise und mit viel Herzblut für Ihre Mitmenschen ein. All dieses haben Sie mit viel Tatkraft und Engagement umgesetzt und dabei häufig persönliche Wünsche und Belange hintenangestellt. Es freut mich daher sehr, Ihnen im Namen des Herrn Bundespräsidenten das Verdienstkreuz am Bandes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aushändigen zu dürfen“, verkündete Dr. Reichhart stolz.

Bei seiner Begrüßung der Geehrten und der anwesenden Gäste dankte Bürgermeister Manfred Schilder für den „unermesslichen Einsatz und das uneigennützige Engagement“, das Margareta Böckh sowohl im sozialen, als auch in ihrem politischen Umfeld an den Tag legt. „Wenn es jemand verdient hat, diese Auszeichnung zu erhalten, dann Frau Böckh“, betonte Schilder. „Sie hat während der Vakanz der Bürgermeisterstelle an vielen Stellen wie selbstverständlich parat gestanden und durch ihren unermüdlichen Einsatz dazu beigetragen, diese – auch emotional – schwere Zeit zu überbrücken.“ Er bedankte sich bei Klaus Holetschek, MdL und Bürgerbeauftragter, der die Ehrung von Margareta Böckh angeregt hatte. Aber auch bei Böckhs Ehemann und Familie, die das Familienleben hierfür zurückstellten.

„Viel mehr Mitbürgerinnen und Mitbürger sollten sich auf den Weg machen, den Sie bereits beschreiten und sich für das Wohlbefinden unserer Gesellschaft einsetzen“, merkte Dr. Reichhart nach der Aushändigung der Urkunde und des Bundesverdienstkreuzes an. „Sie dürfen diese Ehrung aber nicht als Abschluss ihrer Tätigkeit betrachten, sondern als Bitte so weiterzumachen“, äußerte der Staatsminister. Schließlich diene diese Verleihung sinnbildlich für alle und solle allen den Impuls geben, sich selber dauerhaft ehrenamtlich einzusetzen. Besonders ihr jahrzehntelanges Ehrenamt beim Kinderschutzbund und auch in der kommunalen Politik hob er lobend hervor.

Die Zweite Bürgermeisterin kam nicht umhin am Anfang ihrer Ansprache zuzugeben, doch ein wenig gerührt zu sein. „Die Jahre im Ehrenamt sind mehr wert als Geld. Diese Erfahrungen kann man nicht kaufen“, freute sie sich. „Ich kann sagen, dass ich ein glücklicher Mensch bin. Das Ehrenamt hat mehr Leben in mein eigenes Leben gebracht und ich konnte mich auf diesem Weg selber besser kennenlernen.“ Sie dankte im speziellen ihrem Mann und ihrer Familie, die ihr immer den Rücken freihielten und sie bei ihren Engagements unterstützten und auch ihrem langjährigen Gesangslehrer, Heinrich Lüneburg, der immer ein o¬ffenes Ohr für sie hatte.

Als ehemalige Rektorin der Volksschule Sontheim lagen ihr Kinder und Jugendliche schon immer sehr am Herzen. 1998 übernahm sie den Vorsitz des „Deutschen Kinderschutzbundes Memmingen-Unterallgäu (DKSB) e.V.“, den sie nach 21 Jahren vor kurzem abgab. Unter hohem persönlichen Einsatz half sie, die Lebensbedingungen von Kindern, Jugendlichen und deren Familien über die Grenzen Memmingens hinaus im gesamten Landkreis Unterallgäu zu verbessern. Viele Aktionen und Projekte organisierte sie, unter anderem das Projekt „Kids-Point“ oder das „Spielmobil“, manche rief sie auch erst ins Leben, wie den „Babyempfang“ oder das „Kinderparlament“ im Rathaus.

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