Veranstaltung
Woringer Krieger- und Soldatenkameradschaft wird 140

Mit einem Festzug zum Kriegerdenkmal hat die Krieger- und Soldatenkameradschaft Woringen die Feier zu ihrem 140-jährigen Bestehen eröffnet. An dem Zug nahmen die Reiter der Pferdefreunde Woringen, die Woringer Musikanten und zahlreiche Woringer Vereine mit Fahnenabordnungen teil. Ebenso vertreten waren die Krieger- und Soldatenvereine aus Zell mit zwei Fahnen, Bad Grönenbach, Wolfertschwenden, Dietratried-Niederdorf, Lachen und der Gedächtnisverein Dickenreishausen.

Zahlreiche Woringer Bürger und Festgäste versammelten sich um das Kriegerdenkmal im Ortskern, um auch an die Enthüllung der beiden Gedenksteine vor 50 Jahren zu erinnern. Mit dem 'Allgäuer Alphornruf' der Woringer Alphornbläser wurde der Festakt eröffnet.

Vorsitzender Helmut Honold erinnerte in seiner Festansprache an die Gründung des Vereins im Jahr 1872. Nach dem Krieg von 1870/1871 wollten die heimgekehrten Soldaten das Gefühl der Kameradschaft erhalten, indem sie sich zu Krieger- und Soldatenvereinen zusammenschlossen.

So gründeten ursprünglich auch 20 Soldaten aus Woringen und elf aus Dickenreishausen den Verein. Die Krieger- und Soldatenvereine seien Traditionsvereine. Sie bewahrten ein Vermächtnis, das die Schrecken der Weltkriege in Erinnerung halte, aber auch die gefallenen und vermissten Soldaten sowie die Kriegsopfer.

Geschichte des Denkmals

Bürgermeister Volker Müller ging in seiner Rede auf die Geschichte des Denkmals und der beiden Gedenksteine ein. Im Jahr 1906 sei unter großer Beteiligung aus Stadt und Land das Kriegerdenkmal festlich eingeweiht worden.

In dem damaligen Bericht der Memminger Zeitung über die Enthüllung des Denkmals hieß es unter anderem: 'Stolz und freudevoll darf heute die ganze Gemeinde Woringen auf das prächtige, in seiner Einfachheit doch so erhabene Kriegerdenkmal in ihrer Mitte blicken.'

Vor gut fünfzig Jahren, am Volkstrauertag 1961, wurden die beiden Gedenksteine mit den Namen der Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege ebenfalls mit einem großen Fest enthüllt.

Lektor Manfred Hanka, als Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde, mahnte die Anwesenden, sich beim Blick auf das Denkmal an die 'leidvolle Geschichte unseres Landes zu erinnern' und an die vielen Menschen zu denken, die durch die 'katastrophalen Ereignisse' ihr Leben lassen mussten, und dass ganze Familien ihrer Zukunft beraubt worden seien. So stehe dieses Denkmal nicht im Sinne von Heldengedenken, sondern als Mahnmal.

Nach der Kranzniederlegung und dem Ehrensalut fand ein gemütliches Beisammensein rund um das Rathaus statt, musikalisch umrahmt von den Woringer Musikanten sowie mit einem Feuerwerk.

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