Sicherheitstag
#WirZeigenEinsatz: Polizei will das "Sicherheitsgefühl der Menschen stärken"

Die Alpinbeamten Martin Grotz (li.) und Jürgen Müller haben am Sicherheitstag Menschen am Klettersteig beim Tegelberg beraten.
34Bilder
  • Die Alpinbeamten Martin Grotz (li.) und Jürgen Müller haben am Sicherheitstag Menschen am Klettersteig beim Tegelberg beraten.
  • Foto: Camilla Schulz
  • hochgeladen von Camilla Schulz

Autos kontrollieren und Diebstähle aufklären sind mit die ersten Aufgaben, die einem beim Stichwort "Polizei" in den Kopf kommen. Dass die Polizei aber noch viel mehr Dinge zu bewältigen hat, haben die Beamten am "Sicherheitstag" präsentiert. 

Unter dem Motto "Wir zeigen Einsatz" fand am Dienstag in fünf Bundesländern ein gemeinsamer Sicherheitstag statt. Mit Infoständen und Kontrollen haben die Beamten Einblicke in ihre Arbeit gewährt. "Durch unsere Präsenz wollen wir das Sicherheitsgefühl der Menschen stärken", so Edmund Martin, Leiter der Polizeiinspektion (PI) Füssen. 

Kontrolle am Schloss Neuschwanstein

Martin war am Sicherheitstag mit seinen Kollegen der PI Füssen und Einsatzkräften der Hundertschaft in Hohenschwangau - verstärkt am Schloss Neuschwanstein - unterwegs. Das Augenmerk lag hierbei auf Kontrollen bezüglich Taschendiebstählen. Gerade in der Oktoberfestzeit komme es laut Martin vermehrt zu Diebstählen. Aber auch im Frühjahr oder Sommer, wenn das Schloss gut besucht ist, ist Vorsicht geboten. Mindestens einmal am Tag kontrollieren Beamten an der Marienbrücke bei Neuschwanstein, so Einsatzleiter Philipp Hellriegel. Am Sicherheitstag waren mehr Polizisten als üblich vor Ort, "darauf reagierten die Touristen bisher sehr positiv und interessiert." 

Alpinbeamte am Klettersteig

Durchweg positive Resonanz haben auch die Alpinbeamten Jürgen Müller und Martin Grotz am Tegelberg bekommen. "Wir waren hier heute nicht strafverfolgend sondern präventiv unterwegs und haben die Menschen bezüglich ihrer Ausrüstung oder anderen Fragen beraten", so Müller. Der Kriminalpolizist findet die präventive Arbeit im Klettersteig sehr wichtig und könnte sich solche Sicherheitstage öfter vorstellen. Auch sein Kollege Grotz, der hauptamtlich Streifenpolizist ist, findet die Beratung im Alpinen Gelände sehr sinnvoll - gerade auch im Winter, wenn viele Skitourengeher unterwegs sind, wären vorbeugende Maßnahmen wichtig. 

Fahndungskontrollen und Geschwindigkeitsüberschreitung

Am "Dachser-Kreisel" in Kempten haben die Beamten am Sicherheitstag Verkehrskontrollen durchgeführt und dabei Medienvertretern Einblicke gewährt. Die meisten Autofahrer wurden kontrolliert, weil sie nicht angeschnallt waren. 30 Euro kostet dieser Verstoß.

Ebenfalls kontrolliert hat die Polizei am Grenzübergang bei Hörbranz. Hier arbeiteten die bayerischen Beamten mit Kollegen der Vorarlberger Polizei zusammen. Die mehrstündige Kontrolle ergab die unterschiedlichsten Verstöße und Ordnungswidrigkeiten. Unter anderem leiteten die Beamten weiterführende Ermittlungen wegen Kennzeichenmissbrauchs ein.

Die umfangreichste Kontrolle fand am Dienstagabend auf der A7 bei Nesselwang statt. Unter der Führung der Verkehrspolizei Kempten leiteten rund 40 Beamte den Verkehr über den Rastplatz Rottachtal Ost. Im Mittelpunkt der Kontrollen: Der Schwerlastverkehr, allgemeine Verkehrskontrollen, manipulierte Motorräder und einiges mehr. Neben gefälschten Führerscheindokumenten, Fahren und Drogeneinwirkung, dem illegalem Besitz von Waffen und manipulierten Fahrtzeit-Schreibern mussten sich die Beamten auch mit den Beziehungsstreitigkeiten eines jungen Paares auseinandersetzen. Die Kontrolle auf der A7 dauerte bis in die Abendstunden hinein.

Gemeinsame Streife mit Vorarlberg auf dem Bodensee

Bayerische Beamte der Wasserschutzpolizei waren am Dienstagvormittag zu einer gemeinsamen Streife mit Polizisten der Seepolizei aus Hard auf dem Bodensee. Neben diversen Kontrollen von Segel- und Sportbooten werden hier auch immer wieder Sportfischer kontrolliert. Die Wasserschutzpolizei Lindau arbeitet seit Jahren eng mit Kollegen aus Österreich und der Schweiz zusammen.

Besuch in der Einsatzzentrale in Kempten

Die Einsatzzentrale in Kempten ist das Bindeglied zwischen den Dienststellen und dem Präsidium. 

Sie  nimmt unter der Telefonnummer 110 Notrufe von Bürgern entgegen. Im Jahr 2018 waren es 108.000, das macht 291 entgegen genommene Anrufe pro Tag.




Die Führungsverantwortung koordiniert die Anrufe und kontaktiert die Polizisten auf Streife. Pro Schicht sind 50 Mitarbeiter im Einsatz. Hilfe muss schnell und mit den richtigen Einsatzkräften erfolgen. Die Einsatzzentrale steht deshalb in engem Kontakt mit Feuerwehr und Rettungskräften. 

Herr Klinke, Leiter der Einsatzzentrale, betont: „Die Nummer 110 darf immer angerufen werden.“ Denn es gilt: „Lieber hinschauen, statt wegschauen.“ Insgesamt käme der Sicherheitstag gut an, so Klinke.

Autor:

Redaktion all-in.de aus Kempten

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

3 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by Gogol Publishing 2002-2019