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Tipp
Wie Sie Ihre Balkonkästen und Blumenkübel insektenfreundlich bepflanzen können

Wer etwa Tagetes (Bild), Mädchenauge, Ziersalbei oder Männertreu anstelle von Geranien oder Petunien pflanzt, kann auch auf dem Balkon etwas für heimische Insekten tun.
  • Wer etwa Tagetes (Bild), Mädchenauge, Ziersalbei oder Männertreu anstelle von Geranien oder Petunien pflanzt, kann auch auf dem Balkon etwas für heimische Insekten tun.
  • Foto: Markus Orf/Landratsamt Unterallgäu
  • hochgeladen von Camilla Schulz

Insektensterben, Klimaerwärmung oder Luftbelastung das sind drängende Umweltprobleme, denen wir in gewissen Grenzen entgegenwirken können. 

Gerade den Insekten können wir Gutes tun, indem wir das Nahrungsangebot für die Tiere auf dem Balkon und im Garten erhöhen. Markus Orf, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Unterallgäu gibt Tipps, wie Sie Ihren Balkon insektenfreundlich bepflanzen. 

„Traditionell werden Balkone häufig noch mit Petunien, Geranien und anderen reichblühenden Pflanzen bepflanzt“, sagt Orf in einer Pressemitteilung des Landratsamts. „Diese sind zwar optisch schön, stellen für unsere heimischen Insekten aber keine Futterquelle dar.“ Die Tiere würden auf diesen Pflanzen weder Pollen noch Nektar finden.

Als insektenfreundliche Alternativen empfiehlt der Experte zum Beispiel das Mädchenauge oder den Ziersalbei. Das in den Farben Gelb bis Orangerot leuchtende Mädchenauge (Coreopsis) locke vor allem in Sorten mit ungefüllten Blüten viele Wildbienen an. Der Ziersalbei mit seinem blauen Blütenflor werde besonders gerne von Hummeln besucht. Gut geeignet seien aber beispielsweise auch Männertreu oder Tagetes.

Außerdem rät der Kreisfachberater: „In Balkonkästen empfiehlt sich die Pflanzung von kompakten Sorten, um das Umfallen bei starkem Wind zu vermeiden.“ Hierfür bietet sich die Schneeflocke (Sutera) an, die in den Farben Weiß, Hellblau, Violettblau oder in Rosatönen blüht, und je nach Sorte kompakt beziehungsweise überhängend aus Ampeln und Balkonkästen wächst.

Etwas für Insekten tut laut Orf auch, wer Kräuter wie Salbei, Schnittlauch, Thymian oder Zitronenmelisse nicht komplett abschneidet, sondern einen Teil davon stehen und blühen lässt.

Die Insekten bestäuben Pflanzen und dienen anderen Tieren als wertvolle Nahrung: Sie sind also ein wesentlicher Bestandteil im Gleichgewicht der Natur. Deshalb sollten wir den kleinen Nützlingen einen geeigneten Lebensraum in unseren Gärten geben.

Autor:

Camilla Schulz aus Memmingen

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