Standort abgelehnt
Wie geht es mit der Einrichtung für Gewalt- und Sexualstraftäter in Memmingen weiter?

Die Fachabulanz für Gewalt und Sexualstraftäter zieht doch nicht in die Memminger Hirschgasse. Das Justizministerium hat den geplanten Standort in der Altstadt aufgegeben.
  • Die Fachabulanz für Gewalt und Sexualstraftäter zieht doch nicht in die Memminger Hirschgasse. Das Justizministerium hat den geplanten Standort in der Altstadt aufgegeben.
  • Foto: David Specht
  • hochgeladen von Camilla Schulz

In die Hirschgasse in Memmingen, mitten in die Altstadt, sollte die Fachambulanz für Gewalt- und Sexualstraftäter einziehen. Über diesen Standort wurde rege diskutiert. Vor allem Anwohner äußerten Kritik daran, dass Gewalt- und Sexualstraftäter nach ihrer Haft und während ihrer Bewährungszeit dort, mitten in der Innenstadt, ein- und ausgehen. 

Eine Interessengemeinschaft sammelte 1.677 Unterschriften gegen diesen Standort und hat sich durchgesetzt. Wie bereits im September bekannt gegeben wurde, zieht die Einrichtung nicht in die Hirschgasse. Das bayerische Justizministerium rückte von dem Gebäude ab. Die Mitarbeiter der Fachambulanz betreuen ihre Patienten derzeit in einem Gebäude des Memminger Landgerichts am Kaisergraben.

Die Suche nach neuen Räumen mit mehr Platz läuft aber weiter, was viel Zeit in Anspruch nimmt. Wie der Leiter der Münchener Ambulanz, Dr. Markus G. Feil, im Gespräch mit der AZ erklärte, habe es drei Jahre gedauert, bis die Räume in der Hirschgasse gefunden wurden. Kriterien wie Zentralität, eine gute Anbindung ans Verkehrsnetz und Anonymität müssen erfüllt sein. Meistens seien die Gespräche dann an den Vermietern gescheitert. 

Wegen der enormen öffentlichen Präsenz des neuen Standorts der Fachambulanz sei die notwendige Anonymität nicht mehr gewährleistet gewesen. Die stellvertretende Pressesprecherin des bayerischen Justizministeriums, Sabine Drost, nennt das als Hauptgrund für den Rückzug vom geplanten Standort in der Hirschgasse. 

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Mittwochsausgabe der Memminger Zeitung vom 11.12.2019.

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