Kultur
Wanderausstellung im Antonierhaus in Memmingen vom 17. April bis 17. Mai

Kunstschaffende aus ganz Deutschland gewähren in der Sprache der Kunst Einblick in das Thema 'Altern mit Demenz'. Initiiert wurde die Ausstellung 2009 von der Diakonie Hessen und Nassau, die die Diakonie Memmingen und das Kulturamt Memmingen nun für einen Monat ins Antonierhaus nach Memmingen holen.

'Nicht nur die Krankheit sehen, sondern den Menschen dahinter mit all seinen Empfindungen wahrnehmen – die eigene Perspektive wechseln. Diese Schlagworte sind nicht nur Grundlage der Ausstellung – sie stehen auch für unser Angebot Betroffene und ihre Angehörigen so zu unterstützen, dass ihr Leben zu Hause weiterhin gelingt', erklärt Inge Reichart, Vorstand der Diakonie Memmingen.

2050 werden in Europa 70 Millionen Menschen über 80 Jahre alt sein. Viele von ihnen werden demenzielle Veränderungen erfahren. Geistige Verwirrung, die bis zum Totalverlust des Gedächtnisses gehen kann, ist für uns Menschen ein massiver Einbruch in eine geordnete, rationale Welt. Die Organisatoren Stefan Gutermann, Alexander von der Marwitz (Vorstände Diakonie Memmingen) sowie Dr. Hans-Wolfgang Bayer (Leiter des Memminger Kulturamtes) sind sich einig: 'Damit sich Menschen mit Gedächtnis- und Erinnerungsstörungen in unserer Welt wohlfühlen können, müssen wir unsere Lebensräume entsprechend umgestalten.'

Dr. Inge Jens, die Ehefrau des demenzkranken und inzwischen verstorbenen Schriftstellers Walter Jens, ist Patin der Wanderausstellung: 'Kommunikation und Menschenwürde im Zusammenhang mit demenziellen Erkrankungen sind die zentralen Themen. Zum einen werden hier Werke, Malerei, Zeichnungen, Wachsarbeiten, Skulpturen, Holzdrucke, Grafiken, von Menschen gezeigt, die – in verschiedenen Stadien ihrer Krankheit – (noch) Möglichkeiten fanden, ihre Gedanken und Gefühle mit künstlerischen Mitteln mitzuteilen.'

Darüber hinaus werden Fotoarbeiten, überwiegend Porträts präsentiert, in denen die Betroffenen in ihren künstlerischen,aktiven und freudigen Augenblicken behutsam und einfühlsam festgehalten sind. Auftaktveranstaltung ist die Vernissage am Donnerstag, 16. April, um 19.30 Uhr im Antoniersaal in Memmingen mit Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger und Kurator Andreas Pitz von der Stiftung der Diakonie Hessen.

Im Caroline Rheineck-Haus findet am Donnerstag, 16. April, um 10 Uhr ein Regenbogengottesdienst für Menschen mit Demenz mit der Pfarrerin Katharina von Kietzell statt. Anmeldung unter Telefon 08331 / 7580.

Jeden Dienstag um 14.30 Uhr (21. und 28. April, 5. und 12. Mai) und an den Sonntagen, 19. April und 3.Mai, um 11 Uhr werden Führungen mit der Kunsthistorikerin Andrea Himmelsbach angeboten. Für Gruppenführungen wird um eine telefonische Terminvereinbarung unter 08331 / 850245 oder per Mail an antonitermuseum@memmingen.de gebeten. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei, um Spenden wird gebeten.

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