Special Prozesse im Allgäu SPECIAL

Prozess am Landgericht Memmingen
Steine von Autobahnbrücke geworfen - Vorwurf: Versuchter Mord in drei Fällen

Nachdem er Steine von Autobahnbrücken geworfen hat, muss sich ein Angeklagter vor dem Landgericht Memmingen verantworten. (Symbolbild)
  • Nachdem er Steine von Autobahnbrücken geworfen hat, muss sich ein Angeklagter vor dem Landgericht Memmingen verantworten. (Symbolbild)
  • Foto: Ralf Lienert
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Ab dem 14. September muss sich ein türkischer Staatsangehöriger vor dem Landgericht Memmingen verantworten. Der Vorwurf lautet: Versuchter Mord in drei Fällen. 

Angeklagter soll Steine auf Autos geworfen haben

Dem Mann wird vorgeworfen, seit Mai 2020 dreimal schwere Steine von einer Brücke auf Autos, die auf der A96 fuhren, geworfen zu haben. Der erste Fall soll sich in der Nacht auf den 17. Mai 2020 an der Autobahnbrücke Memmingen/Donaustraße ereignet haben. Der Angeklagte soll einen unbekannten Gegenstand - wahrscheinlich einen Stein - auf ein Auto, das sich mit 80 km/h näherte, geworfen haben. Am 27. September 2020 gegen 2:45 Uhr tat er das Gleiche bei einem 70 km/h fahrenden Auto. Am 20. November gegen 22:25 Uhr soll er schließlich einen 1,5 Kilo schweren Stein von der Autobahnbrücke im Gemeindebereich von Memmingerberg auf ein 110 bis 120 km/h schnell fahrendes Auto geworfen haben.

Die Fahrer der Autos konnten die Kontrolle über ihre Fahrzeuge behalten. Sie blieben ebenso wie alle weiteren Insassen unverletzt. An den Autos entstand teilweise erheblicher Schaden. Der Angeklagte habe aber den Tod der arg- und wehrlosen Fahrzeuginsassen billigend in Kauf genommen, weil ihm die Gefahren bewusst gewesen seien.

Lebenslange Freiheitsstrafe droht

Der Angeklagte befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Er bestreitet die Vorwürfe. Ihm droht eine lebenslange Freiheitsstrafe. Diese könnte auf drei Jahre gemildert werden, weil die "Taten nicht vollendet" wurden. Zu dem am 14. September startenden Prozess sind 42 Zeugen und vier Sachverständige geladen. Ein Urteil wird am 18. Oktober erwartet.

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