Beleuchtung
Schaltet jetzt auch Lachen die Laternen aus?

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Die Gemeinde Lachen hält sich die Option offen, die Straßenbeleuchtung zwischen 24 Uhr und 5 Uhr im gesamten Gemeindegebiet abzuschalten. Das fordert Rat Johannes Einsiedler in einem Antrag, über den in der jüngsten Gemeinderatssitzung diskutiert wurde. Ausschlaggebend ist demnach unter anderem die momentan vorherrschende Energiedebatte um die Abschaltung der Atomkraftwerke. Wie mehrfach berichtet, bleiben im benachbarten Ottobeuren bereits die meisten der Straßenlaternen zwischen 1 und 5 Uhr aus. Dort soll noch in diesem Jahr dazu eine Bürgerbefragung stattfinden.

<< Ich bin kein Öko-Freak, aber ich sehe auch nicht ein, dass wir mit der Straßenbeleuchtung den jährlichen Stromverbrauch von fünf Haushalten vergeuden >>, erläuterte Einsiedler. << Da haben wir sicher Einsparpotenzial >>, betonte Bürgermeister Herbert Rabus und meinte, dass man in einem ersten Schritt flächendeckend auf energiesparende Straßenlampen umstellen sollte. Da es im Ort keine Firmen mit Schichtbetrieb gebe, wären nach Angaben von Rabus keine Beeinträchtigungen der Gewerbetreibenden durch die nächtliche Abschaltung der Straßenbeleuchtung zu erwarten. Bei den Zeitungszustellern könne es allerdings zu Behinderungen kommen. Einsiedler fügte an, dass man darauf alleine keine Rücksicht nehmen könne.

Sein Ratskollege Gerhard Riegg gab zu bedenken, dass man die Beleuchtung im Bereich der Kreisstraße unter Umständen gar nicht abschalten dürfe. Hans-Georg Baum fügte hinzu, dass seiner Ansicht nach vor allem die Verkehrsinseln an den Ortseinfahrten auch nachts beleuchtet sein müssen. Roland Obermayer regte an, dies zunächst verkehrsrechtlich zu klären.

Dem pflichtete Zweiter Bürgermeister Johann Adelwarth bei. Man müsse vor einer Entscheidung des Gemeinderats die Polizei, das Landratsamt und die Bürger der insgesamt sieben Ortsteile dazu hören. Rat Josef Diebolder regte an, die Internetseite der Gemeinde zur öffentlichen Meinungsbildung oder zur Abstimmung über das Projekt zu nutzen. Schließlich sprachen sich die Räte einstimmig dafür aus, eine mögliche Einsparung durch die Abschaltung der nächtlichen Straßenbeleuchtung im Auge zu behalten.

Zunächst aber sollen weitere Daten über die Umrüstung auf energiesparendere Lampen, die Umbaukosten für die erforderliche Zeitschalttechnik und die verkehrsrechtliche Situation beschafft werden, war sich das Gremium einig.

Um Energie zu sparen, wird derzeit in Lachen über die Abschaltung der Straßenlaternen - wie auf unserem Foto vor der Pfarrkirche St. Afra - diskutiert. Foto: Schmid

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