Naturschutzprojekt
Projekt "Arche Noah“ im Unterallgäu: Zufluchtsort für 14 bedrohte Arten

Unter anderem der Randring-Perlmuttfalter soll in der "Arche Noah" Zuflucht finden. (juh)
  • Unter anderem der Randring-Perlmuttfalter soll in der "Arche Noah" Zuflucht finden. (juh)
  • Foto: Stefan Pscherer
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Mit dem Naturschutzprojekt "Arche Noah" sollen die Lebensräume von 14 im Landkreis Unterallgäu hochgradig bedrohten Tier- und Pflanzenarten geschützt werden. Im April startete das Projekt, welches der Umweltwissenschaftlerin Steffi Gansbühler und dem Diplom-Biologen Dr. Michael Schneider vom Landschaftspflegeverband Unterallgäu übertragen wurde.

Dringende Schutzmaßnahmen benötigt

In einer Pressemitteilung erklärt Gansbühler: "Die Projekt-Arten stehen auf der Roten Liste, sind in Bayern gefährdet oder stark gefährdet, zwei Arten sind deutschlandweit sogar vom Aussterben bedroht." In der Arche finden demnach unter anderem Kammmolche, Kriechender Sellerie, Vogel-Azurjungfer (eine Kleinlibelle) oder der Randring-Perlmuttfalter Zuflucht. Laut Schneider wurden in vielen Fällen dramatische Bestandsrückgänge der einzelnen Arten festgestellt. Deshalb bedürfe es in den nächsten Jahren dringender Schutzmaßnahmen, um die Arten in der Region zu erhalten. Der Abwärtstrend sei beispielsweise durch ungünstige Veränderungen der Lebensräume wie Verschattung, Überdüngung, Trockenlegung oder Klimaänderungen geschuldet.

Ehrenamtliche Helfer gesucht

Ziel des Projektes ist es, die Vorkommen der bedrohten Arten zu sichern und Lebensräume zu optimieren. Außerdem sollen Biotopverbunde zu schaffen, wodurch sich verschiedene, isolierte Populationen wieder vernetzen können. Zunächst will sich Schneider einen Überblick über die Zielarten, ihre Lebensräume und Gefährdungsfaktoren verschaffen. Für das Projekt werden auch ehrenamtliche Helfer gesucht, "die vor Ort nach dem Rechten sehen und bei der Suche nach den Zielarten helfen." Interessierte können sich beim Landschaftspflegeverband melden.

Dialog als Erfolgsgarant

"Der Dialog mit allen Beteiligten ist der Garant für eine erfolgreiche Projektarbeit“, meint Schneider. Als Grundstücksbesitzer würden Landwirte dabei eine Schlüsselrolle spielen. "Außerdem verfügten sie über Spezialmaschinen für Pflegearbeiten wie Mahd und Entbuschung", heißt es in der Mitteilung. Auch Grundstücksankäufe seien vorgesehen, um Flächen langfristig für den Naturschutz zu sichern.

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