Digitalfunk
Ottobeuren: Standort für Sendemast erneut abgelehnt

Über einen neuen Mobilfunkmast im Hofser Wald östlich von Ottobeuren ging es in der jüngsten Bauausschusssitzung der Marktgemeinde, obwohl dieser Tagesordnungspunkt ursprünglich nicht auf der Sitzungsvorlage stand. Bürgermeister Bernd Schäfer erklärte, warum dieses Thema kurzfristig in die Sitzung aufgenommen wurde. Anlass sei ein Schreiben der Regierung von Schwaben gewesen, das er kürzlich erhalten habe. Darin bittet die Regierung darum, bis 11. März eine Stellungnahme mit dem Einvernehmen der Gemeinde abzugeben. Es geht dabei um den Standort einer Digitalfunk-Basisstation von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), so zum Beispiel für Feuerwehr und Rettungswesen.

Vor über einem Jahr sei Ottobeuren darüber informiert worden, wo der Sendemast im Hofser Wald aufgestellt werden soll, so Schäfer zur Vorgeschichte. Diesen genannten Standort habe die Gemeinde jedoch mit Begründung schriftlich abgelehnt und gleichzeitig Alternativen im gewünschten Bereich aufgezeigt. Damit hatte die Gemeinde damals auf die Anregung des Ottobeurer Arbeitskreises (AK) Mobilfunk reagiert und diese in einen Beschluss umgesetzt. Seither habe man nichts mehr gehört, zeigte sich Schäfer sehr verwundert, dass auf die Alternative nicht reagiert wurde. Mit dem vorgeschlagenen Standort könne der Abstand zur Wohnbebauung auf bis zu 500 Meter vergrößert werden. Beim ursprünglich genannten Standort würde der Mast nur etwa rund 200 bis 250 Meter von den Häusern entfernt stehen.

Als Vertreterin des AK Mobilfunk verwies Claudia Weber auf die Nachteile. Der Bauausschuss bekräftigte letztlich einstimmig seine ursprüngliche Auffassung. So soll nun die Stellungnahme vom März 2010 mit ihren Begründungen wiederholt werden. Zudem soll ausgeschlossen werden, dass andere Anbieter den Mast nutzen.

Der Bauausschuss genehmigte weiter mit fünf zu zwei Stimmen eine Windkraftanlage bei Ollarzried. Einer entsprechenden Voranfrage, die beim Landratsamt vorlag, war im September vergangenen Jahres bereits zugestimmt worden. Wie damals machte das Gremium seine Zustimmung davon abhängig, entsprechende Auflagen hinsichtlich des Wasserschutzgebietes zu erteilen. Die insgesamt fast 100 Meter hohe Anlage mit einer Nabenhöhe von 69 Metern wäre dann das vierte neben drei bestehenden «Windrädern», die ähnlich hoch sind.

Regenwasserkanal kostet 91000 Euro

Beim neuen Baugebiet «Industriegebiet Ost» stellte Harry Zettler vom beauftragten Ingenieurbüro die Erschließungsplanung vor. Für 120000 Euro soll die bestehende Straße vom Wertstoffhof um rund 70 Meter weiter geführt werden. Ab der Wendeplatte soll ein Geh- und Radweg die Verbindung zur Markt Rettenbacher Straße herstellen. Der Bau eines Regenwasserkanals koste weitere 91000 Euro. Wie Zettler erläuterte, sei auf der gesamten Fläche eine Versickerung wegen des Untergrunds nicht möglich. Daher sei es notwendig, das Oberflächenwasser «gedrosselt» an den Vorfluter weiterzuleiten. Die Rückhaltung müsse bereits auf jedem Grundstück beginnen.

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