Bürgermeisterwahl
Ohne Gegner in die sechste Runde

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Seine Frau hat er schon gefragt: «Die kann mich daheim noch nicht gebrauchen», nennt Bürgermeister Werner Birkle (CSU) einen Grund, warum er ein weiteres Mal - das sechste Mal - für die Wahl zum Rathauschef in Buxheim kandidieren will. Die Arbeit dort gefalle ihm, und mit 57 Jahren fühle er sich noch fit genug und zu jung für den Ruhestand. Am 15. Mai treten die Buxheimer an die Urnen, um ihr Kreuzchen zu machen. Die Auswahl dürfte dabei überschaubar sein, denn einen Gegenkandidaten wird es laut Birkle nicht geben.

Das bestätigen auf Nachfrage SPD und Freie Wähler sowie die Bunte ökologische Liste Buxheim. Nach fast 30 Jahren im Amt habe Birkle einen hohen Bekanntheitsgrad, sagt Hans-Dieter Schriewer, Vorsitzender des SPD-Ortsverbands. Aus seiner Sicht hat ein anderer Kandidat erst dann wieder eine Chance, wenn Birkle nicht mehr antritt. Zudem sehe er derzeit niemanden, der sich als Kandidat «aufdrängen» würde. Schriewer, selbst nicht Mitglied im Gemeinderat, sieht in dem Gremium «keine riesigen Blöcke», die gegeneinander kämpfen.

«Kontinuität der politischen Arbeit»

Im Sinne einer «Kontinuität der politischen Arbeit» wollen auch die Freien Wähler keinen Kandidaten aufstellen, erläutert der Vorsitzende der Vereinigung, Dr. Klaus Rüßmann. Das, was bisher im Dorf erreicht wurde, habe man im Gemeinderat zusammen mit dem Bürgermeister konstruktiv erarbeitet. Aus Rüßmanns Sicht wäre es daher ein «völlig falsches Signal», mit einem Gegenkandidaten Unruhe in den Ort zu bringen - auch wenn ein weiterer Kandidat im Sinne der Demokratie wäre, wie Rüßmann einräumt. Man könne Birkle «kein Fehlverhalten» nachweisen und zum Wohlergehen der Bürger wolle man kein «parteipolitisches Geklüngel», sagt er.

Birkle selbst beschreibt sein Verhältnis zum Gemeinderat als ein «sehr gutes». Und die Entscheidung der anderen Parteien, keinen Gegenkandidaten zu stellen, spreche «nicht unbedingt gegen meine Person und gegen die Art und Weise, wie die Zusammenarbeit funktioniert und wie die Informationen im Gemeinderat fließen», sagt er.

Seit fast 36 Jahren arbeitet Birkle mittlerweile für die Gemeinde Buxheim. Vor seiner Wahl zum Gemeindeoberhaupt im Sommer 1981 war der gebürtige Memminger, der in Niederrieden und Amendingen aufwuchs, bereits sechs Jahre lang als geschäftsleitender Beamter in der heute rund 3000 Einwohner zählenden Gemeinde tätig.

 

Am 15. Mai dürfen die Buxheimer Bürger wieder ihre Stimme abgeben. An diesem Tag wird der Bürgermeister gewählt. Foto: Plössel

 

Werner Birkle bei seiner Vereidigung zum Bürgermeister im Jahr 1981. Foto: Archiv

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