Einweihung
Neue Illerbrücke zwischen Lautrach und Illerbeuren freigegeben

«Endlich ist es so weit. Nun kann eine lange Geschichte zu Ende erzählt werden»: Mit diesen Worten eröffnete Landrat Hans-Joachim Weirather gestern Nachmittag den Festakt zur offiziellen Einweihung der neuen Illerbrücke zwischen Lautrach und Illerbeuren. Gemeinsam mit zahlreichen Besuchern und Ehrengästen, die sich auf der rund 96 Meter langen Querung versammelt hatten, blickte Weirather auf eine über zehnjährige Planungs- und Vorbereitungszeit zurück. Dabei ging er auch auf die Verhandlungen mit den betroffenen Grundstücksbesitzern ein. «Ich glaube, wir haben letztendlich eine Lösung gefunden, die allen Bedürfnissen gerecht wurde», so der Landrat. Die alte, marode Brücke etwa 160 Meter stromaufwärts soll in den kommenden Wochen abgerissen werden.

Sternmarsch der Musikkapellen

Den Auftakt des Festes hatten zuvor die Musikkapellen aus Lautrach und Kronburg-Illerbeuren mit einem feierlichen Sternmarsch auf die rund 3,4 Millionen Euro teure Illerbrücke gebildet. Und auch den Bürgermeister der beiden angrenzenden Gemeinden war nach Feiern zumute. «Für uns untere Illerwinkler ist das ein zusätzlicher Feiertag», freute sich Kronburgs Rathauschef Winfried Prinz. Mit dem Bau der neuen Illerbrücke habe der Ortsrand eine «verkehrstechnische Aufbesserung» erfahren. Sein Amtskollege Arthur Dorn aus Lautrach erinnerte daran, dass die Entscheidung für einen Neubau im Vorfeld sehr viele intensive Gespräche notwendig gemacht habe. Sieben Standorte seien diskutiert worden. Wie berichtet hatten auch betroffene Grundstücksbesitzer Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht.

«Doch viele Leute, die sich zuvor eher kritisch geäußert hatten, sind nun begeistert», sagte Dorn. Staatssekretär Franz Josef Pschierer sprach in seiner Rede die Zuschüsse des Freistaats in Höhe von 2,2 Millionen Euro an.

Als weitere Errungenschaften nannte Landrat Weirather den neuen Geh- und Radweg sowie den Ausbau der Kreuzung im Bereich der neuen Staatsstraße 2009 Richtung Lautrach. Auf Illerbeurer Seite wurde die Kreisstraße auf einer Länge von rund 580 Metern ausgebaut. All dies sei im Zuge des Brückenbaus gleich mit umgesetzt worden.

Die neue Querung über die Iller ist mit Fahrbahn, Rad- und Gehweg insgesamt 11,75 Meter breit. Allein um die Pfeiler und Widerlager sicher zu gründen, waren 610 laufende Meter Pfähle notwendig. Für den Brückenbau wurden 1850 Kubikmeter Beton und 230 Tonnen Baustahl verarbeitet. «Es ist ein Bauwerk entstanden, dass sich sowohl von der Qualität der Ausführung als auch von der Ästhetik her durchaus sehen lassen kann», resümierte der Landrat.

Nach der Segnung der Brücke durch Pfarrer Anton Rollinger wurde in einem Festzelt auf der alten Illerbrücke weitergefeiert. Dabei wurde auf die Geschichte der Illerüberquerung ebenso zurückgeblickt, wie auf die 14-monatige Bauzeit der neuen Illerbrücke.

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