Museumsnacht
Museumsnacht im Bauernhofmuseum Illerbeuren

«Uaah!», schreit die unheimliche, schwarze Gestalt, die urplötzlich aus dem Dunkeln hinter einem Gartenzaun auftaucht und den nichts ahnenden Passanten damit einen gehörigen Schrecken einjagt. «Puh, das war wirklich eine gelungene Begrüßung», haucht eine junge Frau noch sichtlich erschrocken, «und dabei sind wir noch nicht mal bis zum Eingang gekommen - das kann ja heiter werden». Zusammen mit etwa 1000 weiteren Gästen besucht sie die Museumsnacht im Bauernhofmuseum in Illerbeuren und taucht mit ihnen in das mit Fackeln und Kerzen beleuchtete Gelände ein, das die Menschen bis um Mitternacht begeistert und in ihren Bann zieht.

Der laue Sommerabend mit dem Vollmond am Nachthimmel ist wie gemacht für die vielen Attraktionen, die es auf dem weitläufigen Areal zu bestaunen gibt. Da sind Schmiede bei der Arbeit, der Nachtwächter ist unterwegs, in der Tenne der St.-Ulrichs-Sölde hört man ein gespenstisches Gemunkel und in der Stube des Grieshofes werden Gruselgeschichten über die Iller erzählt.

In diffuses Licht getaucht

Flackernde Kerzen tauchen Stuben und Kammern in diffuses Licht und zaubern eine mystische Atmosphäre. Bei der Sagenstunde im << Nattererhof >> erfährt man von der << wilden Kathl >> und vom << zamghutzelten Männle >>. Kein Wunder, dass die kleine Lara mit besorgtem Blick auf die Holztür im Wandtäfer spekuliert: << Da kann au no a Hexe rauskomme.

>>Wenig später amüsiert sie sich über die << Kitzelattacke >> von << Igor und der Waldfee >>, als sie am Backhaus zusammen mit ihrem Freund Anton und unter fachkundiger Anleitung des Museumspersonals ein Weglicht baut.

Eine andere muntere Gruppe - auch mit Kindern unterwegs - tut sich bereits am Stockbrot gütlich, das am Lagerfeuer gebacken wurde. Nur wenige Meter entfernt erhellt heiteres Kinderlachen die Nacht: << Spontanello >> sorgt für das fröhliche Spektakel. Wer sich am Eingang Karten für das kostenfreie << Dunkeldinner >> gesichert hat, kann diesen kulinarischen Höhepunkt in der << Sölde Honsolgen >> genießen. Gleich nebenan gibt es mit << Allswasreachtisch >> die passende Musik zur nächtlichen Zeitreise und ums Eck verzaubern Bauchtänzerinnen die vielen Besucher.

Zur Wiese bei der Torfwirtschaft ist fast kein Durchkommen. Wer es schafft, weiß warum: Dort gibt es eine atemberaubende Feuershow mit Akrobatik und Tanz zu bestaunen. << Das ist das Allerbeste, wir lieben das Feuer >>, schwärmt der Nachwuchs von Familie Pfalzer aus Memmingen. Sie sind mit drei Austauschschülern aus Südafrika unterwegs und besuchen erstmals die Museumsnacht.

Am historischen Feuerwehrhaus, wo zum Stundenschlag die Musikanten der Musikkapelle Illerbeuren/Kronburg aufmarschieren, legen die Memminger eine kleine Pause ein und stärken sich mit Grillwurst und Steak.

An den geschmackvoll mit Blumen, Kerzen und Holzlaternen dekorierten Tischen wähnt sich so mancher Gast in Sicherheit, aber überall auf dem Gelände lauern Geister und Gestalten, die für Spuk und Überraschung sorgen. Die Familie sollte sich also nicht zu sicher fühlen

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