Optimismus in der Krise
Mitten im Corona-Lockdown: Memminger Gastronom übernimmt weiteres Lokal

Der 30-jährige Jungunternehmer in seinem Café in Memmingen.
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  • Der 30-jährige Jungunternehmer in seinem Café in Memmingen.
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Viele Gastronomen im Allgäu bangen um ihre Existenz. Wegen der Corona-Lockdowns sind die Gaststätten geschlossen, außer der To-Go-Betrieb, der manchen Betrieben allerdings schwerfällt. "Ich hätte nie damit gerechnet, dass wir Masken tragen und unsere Kontakte einschränken müssen", so der 30-jährige Ivan Petros aus Memmingen. Der junge Unternehmer betreibt aktuell eine Bar und ein Café in Memmingen. Trotz der Corona-Pandemie hat der Memminger Jungunternehmer jetzt auch noch einen dritten Laden übernommen und baut diesen gerade um.

Ohne Familie geht nichts.

Wie schafft er es, trotz Krise ein weiteres Lokal zu kaufen, zu renovieren und bald zu eröffnen? "Meine Familie steht hinter mir und unterstützt mich. Mein Bruder ist mir eine sehr große Hilfe", sagt der 30-Jährige. Er ist in Memmingen beliebt, zu jeder Jahreszeit sind sein Café und seine Bar gut besucht. "Wir haben erst letztes Jahr eines unserer Restaurants renoviert. Ich hätte im Traum nicht daran gedacht, dass ich jetzt schließen muss", so Petros. Seit mittlerweile seit sieben Jahren ist er in der Gastronomie tätig. Angefangen mit einer Bar, übernahm er letztes Jahr ein Café. Jetzt, während der Corona-Pandemie, hat er sein drittes Lokal übernommen. "Ich bin zuversichtlich, dass es ein voller Erfolg wird. Die Menschen haben einfach gemerkt, was in unserem Leben wichtig ist. Die Leute wollen jetzt einfach lieber in einem Café mit Freunden oder der Familie hocken, anstatt sich einen 200-Euro-Pulli zu kaufen, das macht sie nicht glücklich", so Ivan Petros.

Keine Zeit, um Geld auszugeben.

Doch sein Erfolg ist nicht grundlos. "Ich bekomme nichts geschenkt, ich arbeite sehr hart dafür. Die letzten sieben Jahre habe ich mich bei meinen beiden Läden sehr reingehängt. Ich hatte nicht mal Zeit, um Geld auszugeben. Da konnte ich viel ansparen. Ich bin froh, dass ich es die letzten Jahre so gemacht habe", sagt er.

Nur ein Café ist geöffnet.

Aktuell befindet sich sein neues Lokal im Umbau, ein weiteres musste er komplett schließen. Der Blick in sein Herzstück "DolceVita"‘ ist traurig. Einzig sein Café ist geöffnet. "Aktuell bieten wir nur Getränke, Kuchen und Bagels to go an. Damit können wir wenigstens die anfallenden Kosten decken. Trotzdem musste ich einige meiner Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken." Doch Ivan Petros sieht auch einen Lichtblick am Ende der Pandemie und des Lockdowns. "Ich denke, die Gastronomie wird nach der Krise und dem Lockdown viel zu tun haben. Die Menschen werden wieder ihre Freiheit genießen. Es wird sicherlich zwei Gruppen geben. Die einen werden weiterhin Abstand halten, die anderen werden wieder leben wie vorher. Die Pandemie hat uns gezeigt, was im Leben wichtig ist", so der Memminger Gastronom.

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