Zunahme um 70 Prozent
Memminger Jugendamt verzeichnet deutlich mehr Verdachtsfälle von Kindeswohlgefährdung

„Die Zahl der zu überprüfenden Fälle ist gestiegen. Das heißt aber nicht, dass es den Kindern in Memmingen schlechter geht als vor zehn Jahren", so das Fazit von Jugendamtsleiter Michael Wagner.
  • „Die Zahl der zu überprüfenden Fälle ist gestiegen. Das heißt aber nicht, dass es den Kindern in Memmingen schlechter geht als vor zehn Jahren", so das Fazit von Jugendamtsleiter Michael Wagner.
  • Foto: Stephanie Eßer
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Insgesamt 245 mal wurde dem Memminger Jungendamt 2019 ein Verdachtsfall von Kindeswohlgefährdung gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das laut Allgäuer Zeitung einer Zunahme um mehr als 70 Prozent. Das heiße aber nicht, dass es den Kindern in Memmingen heute schlechter gehe als vor zehn Jahren, meint Jugendamtsleiter Michael Wagner. Vielmehr ist die Steigerung vor allem auf eine höhere Sensibilität bei Bevölkerung und Institutionen zurückzuführen.

In 70 Prozent der Verdachtsfälle kam das Memminger Jugendamt zu dem Schluss, dass keine Kindesgefährdung vorliegt. Dies wäre nicht nur bei körperlicher Gewalt der Fall, sondern laut  Wagner bei "jede(r) Situation, in der es dem Kind nicht gut geht“ und es einer Vernachlässigung ausgesetzt ist. Auch bei den bewahrheiteten Fällen 2019 war die Gefährdung nach Einschätzung des Jugendamtes häufig nicht akut, sonder langfristig gegeben. In insgesamt 19 Fällen war es nötig, das Kind aus ihrer Familie herauszunehmen. 

Wagner meint: Aufgabe des Jugendamtes sei es vor allem, den Familien zu helfen und nicht nur Kinder im schlimmsten Fall aus ihren Familien herauszunehmen.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Mittwochsausgabe der Memminger Zeitung vom 04.03.2020.

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