Trauer und Solidarität
Memminger Gymnasium setzt Zeichen mit Teilnahme an Aktion "Lichtfenster"

Teilnahme an Aktion Lichtfenster: Von Kerzen erhellte Schulfenster am Memminger Vöhlin-Gymnasium.
  • Teilnahme an Aktion Lichtfenster: Von Kerzen erhellte Schulfenster am Memminger Vöhlin-Gymnasium.
  • Foto: Andreas von Kietzell
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Ein Jahr nach den ersten coronabedingten Schulschließungen hat das Vöhlin-Gymnasium in Memmingen am Freitagabend mit einer Licht-Aktion der Corona-Toten gedacht und gleichzeitig ein Zeichen des Mitgefühls für die Hinterbliebenen der Opfer gesetzt. 

Als symbolische Handlung stellte die Schule jeweils eine Kerze in jedes Fenster der Fassade, die zum Kaisergraben zeigt. Die Aktion unter dem Namen "Lichtfenster" wurde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier initiiert. 

Gedenken an Covid-19-Tote und Zeichen der Hoffnung

Begleitend zur Aktion veröffentlichte die Schule auch ein erklärendes Schreiben. Darin gedenkt die Schule der an dem Corona-Virus Verstorbenen und appellierte an den Zusammenhalt der Gesellschaft:

Ein Jahr nach der ersten Schulschließung:
„Lichtfenster“ am Vöhlin

Mitte März 2020 mussten wir den Unterricht an unserer Schule einstellen. Niemand war wirklich darauf vorbereitet, in einer Pandemie zu leben. Kaum jemand hat damals damit gerechnet, dass Covid 19 so lange unser Leben bestimmt.
Im zurückliegenden Jahr haben wir alle lernen müssen, uns einzuschränken und wir müssen weiter geduldig sein. Gerade Kinder und Jugendliche verzichten auf vieles, was ihnen wichtig ist. Ihre Familien fangen das auf - so gut es eben geht. Wir als „Schul-Familie“ vermissen schmerzlich die Gemeinschaft, die sonst mit dem Unterrichtsalltag verbunden ist.
Zugleich erfahren wir: Eine Gesellschaft kann nur dann Krisen bestehen, wenn sie zusammenhält – und wenn wir mit den Schutzbedürftigen und Bedrohten solidarisch sind.

In diesem Bewusstsein nimmt das Vöhlin–Gymnasium am heutigen Freitag an der Aktion „Lichtfenster“ teil.
Wir gedenken der Menschen, die an Covid 19 verstorben sind. Wir nehmen Anteil an dem Schmerz der Trauernden.
Und wir sehen in den „Lichtfenstern“ auch ein Zeichen der Hoffnung:
Heute Abend werden unsere Klassenzimmer nur von einem kleinen Kerzenlicht erfüllt. Doch schon in wenigen Tagen werden die Räume unserer Schule wieder mit mehr Leben erfüllt sein und wir wollen aus den Begegnungen wieder eine Gemeinschaft wachsen lassen.

Ein Licht in der Dämmerung

Zur Teilnahme an der Aktion hatte Bundespräsident Steinmeier bereits am 22. Januar 2021 aufgerufen. Mit einer - jeweils am Freitagabend - ins Fenster gestellten Kerze, soll ein Zeichen für die Verbundenheit und des Mitgefühls in einer dunklen Zeit sein,  hießt es auf der Internetseite des Bundespräsidenten.

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