Großer Einsatz für Einführung des Weltfahrradtages
Manfred Neun in Memmingen mit internationalem Award ausgezeichnet

Bei der Auszeichnung im Rathaus (v.l.): Oberbürgermeister Manfred Schilder, ADFC-Landesvorsitzende Bernadette Felsch und Manfred Neun, Ehrenpräsident des Europäischen Radfahrverbandes, der mit dem „Special Lifetime Award of World Bicycle Day of the United Nations“ für das Jahr 2022 ausgezeichnet worden ist.
3Bilder
  • Bei der Auszeichnung im Rathaus (v.l.): Oberbürgermeister Manfred Schilder, ADFC-Landesvorsitzende Bernadette Felsch und Manfred Neun, Ehrenpräsident des Europäischen Radfahrverbandes, der mit dem „Special Lifetime Award of World Bicycle Day of the United Nations“ für das Jahr 2022 ausgezeichnet worden ist.
  • Foto: Alexandra Wehr/ Pressestelle Stadt Memmingen
  • hochgeladen von Fabian Mayr

Der Weltfahrradtag der Vereinten Nationen wird seit 2018 jedes Jahr am 3. Juni begangen. Der erste öffentliche Aufruf für die Einführung eines Weltfahrradtages stammte von einem Memminger: Manfred Neun, Ehrenpräsident des Europäischen Fahrradverbandes ECF, forderte 2016 in einer Ansprache bei einem Fahrradkongress in Taipeh erstmals öffentlich die Einführung eines Weltfahrradtags, um das Radfahren als nachhaltige, umwelt- und klimafreundliche Mobilitätsform in den Fokus zu rücken. Für sein Engagement wurde Manfred Neun nun mit dem "Special Lifetime Award of World Bicycle Day of the United Nations 2022" ausgezeichnet. Der Preis wurde von Oberbürgermeister Manfred Schilder bei einer Feierstunde im Rathaus übergeben.

Schilder ehrt Neun 

"Im Namen der Stadt Memmingen gratuliere ich sehr herzlich zu dieser Auszeichnung", betonte Oberbürgermeister Manfred Schilder. "Manfred Neun und sein Team haben eine unverzichtbare Vorarbeit geleistet. Die Idee von Manfred Neun wurde aufgegriffen und von vielen gemeinsam weiterverfolgt."

Vor allem der in Washington DC lehrende Professor Leszek Jan Sibilski habe die Einführung des Weltfahrradtags vorangetrieben, erklärte Manfred Neun. Die Vertreterin Usbekistans bei den Vereinten Nationen habe schließlich eine Resolution dazu eingebracht, die von der UN-Vollversammlung mit überwältigender Mehrheit angenommen worden sei. Prof. Leszek Sibilski stiftete auch den internationalen Award, der seit drei Jahren vergeben wird, heuer an Manfred Neun und weitere 28 Frauen und Männer weltweit.

"Prominente Stimme im Weltfahrrad-Geschehen"

Ohne Manfred Neun, erklärte Bernadette Felsch, Vorsitzende des ADFC Landesverbands Bayern e.V., würde es wohl keinen Weltfahrradtag geben. Sie bezeichnete ihn in ihrer Laudatio als „prominente Stimme im Weltfahrrad-Geschehen“. Prof. Sibilski habe bei seiner Kampagne für den Weltfahrradtag auf dem aufbauen können, was Manfred und sein Team auf globaler Ebene bereits an Vorarbeit geleistet hatten. "Wir danken für Dein ausdauerndes Engagement für eine Mobilitätswende in einem halben Dutzend internationaler und nationaler Gremien … und für Deine Forschung für systemisch-nachhaltige Mobilität im Netzwerk des Fusion Mobility Memmingen Institutes, mit dem Du als gerade bei Cycling Industries Europe das Radfahren weiter voranbringst", würdigte die ADFC-Landesvorsitzende.

"Der Weltfahrradtag ist für uns Freude und Verpflichtung", erklärte Bernadette Felsch. "Als ADFC erinnern und unterstützen wir die Politik dabei, das Fahrrad als das 'maßgebliche Vehikel einer Mobilitätswende' zu erkennen und den Ausbau der Radinfrastruktur gezielt und umfassend voranzubringen."

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ