Beschluss
Legauer müssen mehr fürs Wasser zahlen

Nach einer kontroverser Diskussion hat sich der Legauer Marktgemeinderat letztlich zu einer Anhebung der Trinkwassergebühren entschlossen. Mit 11:4 Stimmen sprach sich das Gremium dafür aus, den Wasserpreis um 15 Cent auf nunmehr 85 Cent pro Kubikmeter zu erhöhen und die Grundgebühr um fünf Euro auf 41 Euro anzuheben.

Zunächst berichtete Bürgermeister Franz Abele, dass im Kalkulationszeitraum der vergangenen vier Jahre ein Defizit in Höhe von rund 35000 Euro angefallen sei. Zudem müsse man in etwa zwei Jahren einen Hochbehälter mit dazugehörigem Leitungssystem bauen. Die geschätzten Kosten hierfür sollen zirka 500000 Euro betragen.

«Großverbraucher und Landwirte am meisten betroffen»

«Um dies alles abdecken zu können, wäre eine Anhebung des Wasserpreises um 26 Cent notwendig», fügte Abele an und erläuterte, dass in einer Vorberatung des Gemeinderats eine Erhöhung der Wassergebühren von derzeit 70 Cent pro Kubikmeter auf künftig 90 Cent vorgeschlagen wurde. Rat Leonhard Natterer meinte, dass die Anhebung die Großverbraucher und Landwirte finanziell am meisten treffe. Bei einem mittelgroßen landwirtschaftlichen Betrieb sah Natterer eine zusätzliche Kostenbelastung im Bereich von 400 Euro im Jahr.

Er plädierte für eine Anhebung der Grundgebühr, da dann alle Anschlussnehmer an den steigenden Gebühren beteiligt seien. Gleichzeitig schlug er eine Wasserpreiserhöhung um 15 auf künftig 85 Cent und eine Anhebung der Grundgebühr um fünf auf künftig 41 Euro vor. Bürgermeister Abele erklärte, dass für die nächsten zwei Jahre und bis zum Bau des Hochbehälters eine Wasserpreisanhebung um 15 Cent ausreichen müsste.

«Es ist ungerecht, dass Großabnehmer die Rechnung zahlen sollen», meinte Rätin Isolde Göppel und erläuterte, dass der gesamte Wasserverbrauch in Legau 216000 Kubikmeter betrage. Davon würden rund 100000 Kubikmeter auf Großabnehmer wie Landwirte und Firmen entfallen. Göppel sprach sich für eine Anhebung der Grundgebühr um zehn Euro aus. Bürgermeister Abele fügte an, dass die Grundgebühr erst im Jahr 2005 von 18 auf 36 Euro verdoppelt wurde.

Eine Anhebung hätte demnach zur Folge, dass kleinere Haushalte von älteren Mitbürgern oder Alleinlebenden mit geringem Wasserverbrauch überproportional stark belastet würden. «Das ist auch nicht gerecht», sagte der Rathauschef.

Ratsmitglied Konrad Veit erkundigte sich danach, wie die Gebührenumlegung in anderen Gemeinden gehandhabt wird. Abele berichtete, dass die Kosten dort teilweise pro Kopf oder im Bereich der Landwirtschaft über Großvieheinheiten abgerechnet würden.

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