Projekt
Kulturhaus: Gutachten werden erstellt

Die Planungsarbeiten für den Umbau der ehemaligen Fellheimer Synagoge zum Kulturhaus gehen weiter. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Bürgermeister Alfred Grözinger erläuterte, dass es aufgrund der Bedeutung dieses Projekts die Möglichkeit gibt, einen Architektenwettbewerb auszuschreiben. «Das würde, angefangen von der Betreuung des Projekts bis hin zur Bewertung durch eine Jury und das Ausloben eines Preises, erhebliche Kosten nach sich ziehen», fügte der Rathauschef an.

Eine zweite Möglichkeit bestünde darin, von Planungsbüros mit denkmalpflegerischer Erfahrung eine Art beschränktes Gutachten erstellen und im Gemeinderat vorstellen zu lassen. Dies wäre laut Grözinger einerseits ein kostengünstiger Weg und andererseits würde diese Vorgehensweise trotzdem mehrere Planungsvarianten mit sich bringen. Durch diese Gutachten würde auch absehbar, ob der vorgesehene Kostenrahmen in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro ausreichen wird. Der Rathauschef machte deutlich, dass die Planung dieses Jahr bis zur Baureife gebracht werden soll. Die Kosten dafür sollen sich im Bereich von 25000 Euro bewegen. Einen Großteil davon will nach Aussage des Bürgermeisters der Förderverein der Synagoge tragen.

«Es wäre schön, wenn sich die Gemeinde nicht nur symbolisch beteiligen würde», bekräftigte Gemeinderätin Ellen Neuschel und machte deutlich, dass der Ort der Bedeutung dieser «verantwortungsvollen Bauaufgabe» gerecht werden muss. Ratsmitglied Robert Bosch gab zu bedenken, dass Fellheim in diesem Jahr nicht viel investieren kann. Mit der Wasserversorgung und der Sanierung der Illertalhalle stünden wichtige und kostenintensive Aufgaben an. Zweiter Bürgermeister Gerd Schätzle meinte, dass zuerst ein konkretes Nutzungskonzept ausgearbeitet werden muss und die Unterhaltsfrage des künftigen Kulturhauses zu klären sei. Rat Alois Göppel vertrat die Meinung, dass die Rahmenbedingungen für die Raumnutzung bereits vorhanden seien. Dem schloss sich Bürgermeister Grözinger an. Er erklärte, dass die ehemalige Synagoge multifunktional und damit für kleinere und mittlere Feiern, Konzerte und Veranstaltungen genutzt werden könne.

Zu bedenken sei auch, dass eine denkmalpflegerische Genehmigung bislang noch ausstehe. Darüber hinaus sei für die Beantragung eines Zuschusses eine aussagefähige Kostenschätzung notwendig.

Suche nach praktikabler Lösung

Rat Thomas Stark setzte sich dafür ein, dass auf der Suche nach einer idealen und praktikablen Lösung weitere Planungsvorschläge eingeholt werden. Letztlich entschloss sich das Ratsgremium, die Planungen weiter voranzutreiben und beschränkte Gutachten anfertigen und vorstellen zu lassen.

 

«Eine denkmalpflegerische Genehmigung steht bislang noch aus.»

Fellheims Rathauschef Alfred Grözinger

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