Gartenbau und Landespflege
Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Unterallgäu trifft sich in Günz

Zahlreiche Vorsitzende der Obst- und Gartenbauvereine im Unterallgäu, deren Stellvertreter und viele Gartenfreude sind zur Mitgliederversammlung des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege Unterallgäu ins Gasthaus Laupheimer nach Günz gekommen. Vorsitzender Silverius Bihler informierte darüber, dass im kommenden Jahr wieder der Wettbewerb 'Unser Dorf soll schöner werden, wie können wir das Äußere unseres Dorfes verändern' durchgeführt werden soll. Aus seiner Sicht förderten solche Aktionen den Zusammenhalt der Einwohner. Sein Wunsch sei es, dass sich viele Gemeinden aus dem Unterallgäu daran beteiligen.

Geschäftsführerin Heidemarie Dietrich stellte das Programm für das anstehende Gartenjahr vor. Angeboten werden Kelterei-Veredelungskurse sowie Fortbildungsmaßnahmen für Gartenpflege. Außerdem findet an der Schule für Dorf- und Landentwicklung in Thierhaupten ein Vorseminar für den Wettbewerb 'Unser Dorf soll schöner werden' statt. Schatzmeisterin Kordula Spieler bescheinigte der Versammlung, dass die Finanzlage des Kreisverbandes zufriedenstellend sei.

Ideen für den Kreislehrgarten in Bad Grönenbach seien immer gefragt, so Kreisfachberater Markus Orf. Bei den geplanten Veranstaltungen zähle er ganz fest auf die Unterstützungen durch die örtlichen Obst- und Gartenbauvereine.

Mit Pinseln nachhelfen

'Stirbt die Biene, dann stirbt auch der Mensch': Marcus Haseitl, Projektleiter des Netzwerkes 'Blühende Landschaft' hat diesen Satz in seinem Vortrag 'Biene, Hummel & Co. – Lebensgrundlage für Pflanze, Tier und Mensch' in den Mittelpunkt gestellt.

Die Zahl der Bienenvölker sei rückläufig und 76 Prozent der Nahrungsmittel würden direkt oder indirekt mit der Bestäubung zusammenhängen. Es gebe bereits einige Landstriche rund um den Erdball, wo die Menschen mit Pinseln nachhelfen müssten, so der Redner.

Bei den Schmetterlingen sieht es laut Haseitl nicht anders aus. 172 Arten seien bekannt und davon stünden 104 auf der Roten Liste. Gerade Brennnesseln seien ein ganz wichtiger Bestandteil für das Überleben. 'Lasst diese Wildkräuter an geeigneten Stellen einfach stehen', so die Bitte des Experten.

Von großer Bedeutung seien auch die Hummeln. 'Die großen Brummer fliegen bereits bei niedrigen Temperaturen und sind ganz wichtig für die Bestäubung unserer Obstbäume', sagte der Referent. Der Fachmann appellierte an die Landwirte, Blumenstreifen auszusäen und blühende Zwischenfrüchte anzubauen. An die Gärtner gerichtet sagte er: 'Pflanzt bienenfreundliche Blumen und Hecken.

' Den Bürgern riet er, die Gärten und Balkone 'bunt zu machen'.

Haseitl sieht auch die Kommunen in der Pflicht, denn 'gerade öffentliche Flächen können eine Augenweide sein, wenn diese in Blumenwiesen umgestaltet werden'. Oft sei dies auch noch kostengünstig.

Das Netzwerk 'Blühende Landschaft' will gemeinsam mit Landwirten, Gärtnern, Imkern, Naturschützern, Beratern, Verbrauchern, Wissenschaftlern und Landschaftsplanern neue, insektenfreundliche Konzepte entwickeln und umsetzen.

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