Medizin
Kreiskliniken Unterallgäu wollen mit Memminger Klinikum fusionieren

Die Kreiskliniken Unterallgäu streben eine gemeinsame Trägerschaft mit dem Klinikum Memmingen an. Das hat der Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens in einer nicht öffentlichen Sitzung einstimmig beschlossen.

Der Landkreis Unterallgäu will dazu in Gespräche mit der Stadt Memmingen eintreten. Das gab gestern Landrat Hans-Joachim Weirather bei einem Pressetermin bekannt. Das Jahresdefizit der beiden Unterallgäuer Kliniken liegt bei mehreren Millionen Euro. Dagegen verzeichnete das Memminger Klinikum im Jahr 2010 nur ein Defizit von 1,1 Millionen Euro.

Arbeitsplätze stabilisieren

Mindelheims Ärztlicher Direktor, Privatdozent Dr. Peter Steinbigler, begrüßte die Entscheidung des Verwaltungsrats. Denn eine gemeinsame Trägerschaft würde dazu beitragen, die Arbeitsplätze langfristig zu stabilisieren. Die drei Krankenhäuser verglich Steinbigler mit dem Satz: << Mit drei Töpfen kann man mehr Suppe kochen als mit zwei. >>

Eigene Profile entwickeln

Laut Weirather zielt die angedachte Partnerschaft mit dem Klinikum Memmingen auf die << Sicherstellung der bedarfsgerechten, medizinisch hochwertigen Versorgung der Bevölkerung im Landkreis Unterallgäu und der Stadt Memmingen ab >>.

Die Zusammenführung der drei Klinikstandorte unter einem Dach verspreche die Sicherstellung einer wohnortnahen stationären Versorgung. Jedes Krankenhaus soll dabei ein eigenes Profil entwickeln. << Alle sollen nicht mehr das Gleiche machen >>, sagte Weirather. Das medizinische Spektrum werde insgesamt nicht zurückgefahren, versicherte der Kreischef.

Die pure Größe soll Garant für geringere Kosten und für höhere Erlöse sein. Alle drei Häuser sollen in kommunaler Trägerschaft bleiben. Eingehend seien im Vorfeld Alternativen geprüft worden, die da heißen: ohne Partner weiter machen, Kooperation und Fusion. Im Herbst sollen sich nun die Gremien von Landkreis und Stadt Memmingen << eingehend mit der Thematik >> befassen, sagte der Landrat.

Heute könne er noch nicht sagen, was da am Ende herauskomme. Indes wurde bei den Unterallgäuer Kreiskliniken die Zusammenarbeit mit dem erst im Frühjahr neu berufenen kaufmännischen Direktor Jens Backsmeier beendet. Klinikumsvorstand Franz Huber sagte gestern, Backsmeier habe gekündigt. Zu den Gründen wollte er keine Stellung nehmen.

Vor dem Pressegespräch hatten die Gäste die neu angesiedelte Augenheilkunde besichtigt. Die Klinik Ottobeuren nutzt von August an die Ober-Scharrer-Gruppe als neuen Kooperationspartner in der Augenheilkunde. Die Augenärzte, die in Memmingen praktizieren, waren auf der Suche nach einem Partner.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

4 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by Gogol Publishing 2002-2019