Narren Aichstetten
Jürgen Frener verabschiedet sich als Zunftmeister der Narrenzunft Aichstetten

Eigentlich gehört er ja schon zum Inventar der Narrenzunft Aichstetten – und eigentlich hat er seine Aufgabe immer als schön und nicht belastend empfunden. Dennoch hat Jürgen Frener jetzt sein Amt als Zunftmeister abgegeben. Nachfolger ist Hubert Endres, der dem Vorstand bereits seit 2004 angehört.

Frener ist ein Mann der ersten Stunde: Er gehört zu den 48 Mitgliedern, die am 11. November 1990 die Narrenzunft Aichstetten ins Leben riefen. Von 1991 bis 2004 hatte 'Faxe', wie er von seinen Freunden genannt wird, das Amt des Schatzmeisters inne. Dann wurde er zum Zunftmeister gewählt.

'Es schadet nicht, dass nun frisches Blut in die Narrenzunft kommt, denn der Verein ist in den letzten Jahren etwas gealtert', sagt Frener lächelnd. 'In den Anfängen lag das Durchschnittsalter der Mitglieder zwischen 20 und 25 Jahren, das hat sich geändert.' Von den 48 Gründungsmitgliedern sind derzeit noch mehr als 20 aktiv in der Narrenzunft. Das spreche durchaus für den Verein.

Frener resümiert weiter, dass seine Ideen aufgebraucht seien, der Verein ihm aber nach über 22 Jahren immer noch am Herzen liegt – allerdings nur noch als normales Mitglied. 'Außerdem heißt es doch, dass man aufhören soll, wenn es am schönsten ist.'

Viele nette und kuriose Begebenheiten säumen den Weg des Gründungsmitglieds. Ganz besonders ist Frener der Tag seiner Wahl als Zunftmeister in Erinnerung geblieben. 'Das war eigentlich gar nicht geplant und kam auch für mich total spontan, und ich wusste, dass meine Frau darüber nicht unbedingt begeistert sein würde.'

Am nächsten Morgen erklärte er ihr ganz diplomatisch, er habe eine gute und eine schlechte Nachricht: 'Die gute zuerst: Ich bin nicht mehr Schatzmeister; die schlechte: Ich bin der neue Zunftmeister.'

Achillessehne gerissen

Als Höhepunkte in den 22 Jahren bei der Aichstettener Narrenzunft bezeichnet Frener die legendären Zwei-Tages-Fahrten der Narrenzunft, wobei die Letzte für ihn nicht gerade glücklich verlief. Beim Narrensprung in Kipfenberg riss dem 'Goisterhund' die Achillessehne, so dass er nach Ingolstadt ins Klinikum gebracht werden musste.

Auch Freners Kinder sind schon in der Narrenzunft und treten vielleicht irgendwann in seine Fußstapfen. 'Aber das hat noch Zeit', meint Frener.

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