Modellprojekte für Corona-Impfungen
In zehn bayerischen Betrieben wird geimpft: Auch Memminger Unternehmen dabei

Auch in zehn bayerischen Firmen soll gegen Corona geimpft werden. (Symbolbild)
  • Auch in zehn bayerischen Firmen soll gegen Corona geimpft werden. (Symbolbild)
  • Foto: Tim Reckmann / pixelio.de
  • hochgeladen von Svenja Moller

Neben Impfzentren und Arztpraxen soll auch in zehn bayerischen Betrieben gegen Corona geimpft werden. Am Dienstag hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege die Betriebe bekanntgegeben, die an den Modellprojekten teilnehmen werden - darunter ist auch ein Unternehmen aus Memmingen. "Der Start ist noch für diese Woche geplant", so Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek.

Diese Firmen nehmen am Modellprojekt teil

Bei den Betrieben handelt es sich um: Magnet-Schultz in Memmingen, Arvena Hotel in Nürnberg, BayWa Münchberg, Brückner Maschinenbau in Siegsdorf, die Fränkischen Rohrwerke in Königsberg, Jopp Automotive in Bad Neustadt, , Mann + Hummel in Marklkofen, Novartis Pharma in Nürnberg, Siemens-Werk in Cham, Wacker Chemie in Burghausen.

Nach der Anfangsphase sollen weitere Unternehmen in den Impfbetrieb eingebunden werden. Holetschek sagte: "Die Planungen für Modellprojekte für Impfungen sind bei den bayerischen Unternehmen auf eine breite und sehr positive Resonanz gestoßen. Denn viele Unternehmen haben bereits mit großem Engagement individuelle Impfkonzepte für ihre Betriebe entwickelt."

Impfangebot vor allem für Produktion und Dienstleistungssektor

Laut dem Minister soll vor allem Firmen ein erstes Impfangebot gemacht werden, die auf eine Tätigkeit in Präsenz angewiesen sind und Homeoffice nicht oder nur eingeschränkt umsetzen können. "Dies gilt vor allem in der Produktion, aber auch im Dienstleistungssektor", so Holetschek. Möglichst alle Betriebsangehörige sollten ohne großen Zeit- und Verwaltungsaufwand an ihrem Arbeitsplatz eine Schutzimpfung erhalten können.

vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärte: "Wichtig ist jetzt, dass wir das Impfen in den Betrieben zügig für die Breite der Unternehmen ermöglichen. Dafür benötigen wir vor allem zwei Dinge: Mehr Impfstoff aus Berlin und die rasche Klärung der noch offenen Rechtsfragen im Zusammenhang mit dem Impfen im Betrieb durch den Bundesgesundheitsminister."

"Mehr als einen Monat vor den bundesweit geplanten Betriebsimpfungen stellt Bayern den Betriebsärzten für die Modellprojekte in stark infektionsbelasteten Regionen rund 50.000 Impfdosen unterschiedlicher Hersteller und Impfzubehör zur Verfügung. Der Impfstoff wird über die jeweiligen Impfzentren an die Unternehmen zugeteilt und dort verimpft", so Holetschek.

Betriebsärzte sollen ab Juni in Impfgeschehen einbezogen werden

In den Modellbetrieben sollen vor allem Erfahrungen für eine künftige Regelversorgung und die von Bayern frühzeitig geforderte Einbindung der Betriebsärzte gewonnen werden. Für die Corona-Impfstoffe gibt es schließlich wesentlich komplexere Anforderungen an Logistik und Handhabung als bei den herkömmlichen Grippeimpfstoffen. Der Bund plant, die Betriebsärzte ab Juni über die Regelversorgung in das Impfgeschehen einzubeziehen.

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