Bürgerversammlung
Holzgünzer Rathauschef informiert bei Bürgerversammlung über zahlreiche Maßnahmen im Ort

Die Entschuldung des Gemeindehaushalts in Holzgünz schreitet voran. Darüber hinaus müssen mit dem Bau der Kinderkrippe und des Stadels zwischen Holzgünz und Schwaighausen große Investitionen bewältigt werden: Dies wurde bei der gut besuchten Bürgerversammlung in Schwaighausen deutlich. 'Der sieht ganz gut aus', so Bürgermeister Paul Nagler im Hinblick auf den Schuldenstand, der sich auf 280 000 Euro verringert hat. Der Gemeinderat habe damit die Verschuldung in den vergangenen Jahren von über einer Million Euro auf knapp 300 000 Euro gesenkt. Dem steht nach Schilderung des Bürgermeisters ein Guthaben in Höhe von 1,6 Millionen Euro gegenüber.

Weiter teilte Nagler mit, dass der Verkauf von Grundstücken im Baugebiet 'Am Öschle' sehr gut laufe. Von 33 Bauplätzen könnten nur noch neun erworben werden. Für leichte Irritationen sorgte die Größe des interkommunalen Gewerbegebiets bei einigen der anwesenden Bürger.

Ihnen war der Umgriff von rund 50 Hektar zu groß. Nagler erläuterte, dass Holzgünz zusammen mit Westerheim und Sontheim einen Gewerbeverband gegründet habe, der ein großes Gewerbegebiet unterhalten will.

'Wir wollten nicht, dass entlang der Autobahn wie an einer Schnur gezogen lauter kleine Gewerbegebiete entstehen', fügte der Bürgermeister an.

Weitere Flächen für Photovoltaikanlagen

Änderungen soll es im Bereich des Flächennutzungsplans geben. So werden weitere Flächen für Photovoltaikanlagen bereitgestellt. Im Gespräch ist auch eine Bürgersolaranlage. Diese könnte neben einem bereits bestehenden Solarpark gebaut werden. 'Wir werden über eine Genossenschaftslösung nachdenken', bekräftigte der Bürgermeister.

Bestehende Gewerbeflächen sollen ebenfalls erweitert werden – beispielsweise im Bereich der Firma Joma. Eine Erweiterung der Kiesgrube wird dagegen wohl nicht vorgenommen. Einerseits seien die Planungskosten sehr hoch, andererseits würde die zu erwartende Kiesausbeute wohl eher gering ausfallen.

Die Kostenschätzung für die neue Kinderkrippe beläuft sich auf rund 750 000 Euro. Für den Zwischenanbau müssten nochmals 250 000 Euro aufgebracht werden. Der Brandschutz für die bestehenden Räumlichkeiten werde etwa 100 000 Euro kosten.

Damit liegen die Gesamtkosten bei 1,1 Millionen Euro. Die Förderung für die Kinderkrippe betrage 550 000 Euro. Bürgermeister Nagler teilte mit, dass die Gemeindeverwaltung vom Obergeschoss ins Erdgeschoss zieht. Dadurch bekomme der Kindergarten künftig einen eigenen Eingang.

Zu Beginn des nächsten Kindergartenjahres soll die Kinderkrippe fertig sein.

Die Planung für den Bau des Stadels sei weit fortgeschritten. Der Gebäudekomplex soll rund 18 Meter breit und 33 Meter lang werden. Ein dort integrierter Veranstaltungssaal soll Platz für etwa 400 Gäste bieten. Die Kosten belaufen sich auch hier auf mehr als eine Million Euro.

Baubeginn könnte unter günstigen Umständen noch in diesem Jahr sein. Im Stadel sollen Veranstaltungen für Vereine und Gruppierungen abgehalten werden. Die heimischen Wirte könnten das Catering übernehmen, so Nagler.

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