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Rund um den Garten

Reportage
Holunderblüten-Zeit im Allgäu: Rezept für Omas Holler-Kiachla

Serviert mit Vanilleeis, frischen Erdbeeren und Puderzucker schmecken die Holler-Kiachla besonders gut.
  • Serviert mit Vanilleeis, frischen Erdbeeren und Puderzucker schmecken die Holler-Kiachla besonders gut.
  • Foto: David Yeow
  • hochgeladen von Camilla Schulz

Zwischen Mai und Juli zieren duftende Holundersträucher die Allgäuer Waldränder. Die weißen Blüten wirken unscheinbar - haben aber eine große Wirkung. Der Duft und Geschmack sind einzigartig. Und Holunderblüten gibt es so nicht im Supermarkt zu kaufen. Wer Kiachle, leckeres Gelee, Sirup oder Tee zaubern will, muss selbst in die Wälder ziehen und die Dolden des Hollers sammeln. Die Blüten schmecken nicht nur gut, sie sind auch gesund. Als Heißgetränk hilft der Holler zum Beispiel bei Erkältungskrankheiten, die Verdauung und der Kreislauf werden angeregt und sogar die Stimmung soll sich verbessern. Ein wahres Goldstück aus den Wäldern unserer Heimat.

Ernte
Das meiste Aroma haben die Holunderblüten zur Mittagszeit, wenn die Sonne scheint. Die Dolden werden ohne Blätter geerntet und sorgsam in einen Korb gelegt, damit sie nicht zerdrückt werden. Zum Ernten eignet sich am besten eine Garten- oder Rosenschere. Vorsicht: Holunderblüten bitte nicht mit dem ähnlich aussehenden gefleckten Schierling verwechseln. Die Pflanze ist giftig und hat einen üblen Gestank. Der Holunder riecht dagegen angenehm fruchtig.

Vorbereitung
Nach der Ernte sollten die Dolden möglichst bald verwertet werden, damit sie nicht ihr Aroma verlieren. Vor der Verarbeitung muss man die Blüten nach Schmutz und Läusen oder anderen Tierchen absuchen. Danach werden die Dolden noch vorsichtig ausgeschüttelt - dann können sie verarbeitet werden. 

Rezept für Omas Holler-Kiachla

  • 12 Holunderdolden
  • 2 Eier
  • 250 ml Milch
  • 200 g Mehl
  • 1 EL Honig
  • 1 Prise Salz
  • Pflanzenfett zum Rausbacken

Die Zutaten werden in einer großen Schüssel zusammen vermengt und mit dem Rührgerät so lange verrührt, bis keine Klumpen mehr im Teig sind. In die Pfanne kommt so viel Fett, dass die Dolden darin schwimmen können. Die Dolden werden vorsichtig in den Teig getunkt und anschließend in das heiße Fett gelegt. Wenn die Dolden von beiden Seiten goldbraun sind, sind sie fertig. Auf einem Tuch kann noch kurz das Fett abtriefen und dann geht's ans Anrichten. Unser Tipp: Vanilleeis, frische Erdbeeren und etwas Puderzucker. Fertig ist das etwas andere Dessert.

Autor:

Camilla Schulz aus Memmingen

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