Gesundheitsminister
Holetschek zu Besuch auf Post-Covid Ambulanz der Kinderklinik Memmingen

Klaus Holetschek hat die Post-Covid Ambulanz der Kinderklinik Memmingen besucht. (Archivbild)
  • Klaus Holetschek hat die Post-Covid Ambulanz der Kinderklinik Memmingen besucht. (Archivbild)
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Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat am Donnerstag die Post-Covid Ambulanz der Kinderklinik in Memmingen besucht. Dabei betonte er, er wolle die Versorgung von Kindern und Jugendlichen verbessern, die unter Corona-Langzeitfolgen leiden. "Es ist wichtig, dass beim Thema Post-COVID-Syndrom auch die Diagnose und vor allem Versorgung von Kindern und Jugendlichen in den Fokus genommen wird. Hier in Memmingen wird einerseits eine erweiterte Diagnostik des noch nicht ausreichend erforschten Syndroms angeboten." Gleichzeitig werde in Memmingen eine altersgerechte und wohnortnahe Versorgung sichergestellt. Man wolle kompetente Behandlung, Forschung und kurze Wege für die Familien mit erkrankten Kindern.

"Innovative und effiziente Möglichkeiten Unterstützen" 

Die Klinik Memmingen ist Kooperationspartner des Projekts "Post-COVID Kids Bavaria" des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der München Klinik und des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM) sowie der Kinderuniversitätsklinik der Barmherzigen Brüder Regensburg. Es gehört zur Förderinitiative "Versorgungsforschung zum Post-COVID-Syndrom", das Bayern im Juni mit einem Volumen von fünf Millionen Euro aufgelegt hat, um die Versorgung von Post-COVID-Patientinnen und -Patienten zu verbessern. Bayern will laut Pressemitteilung damit möglichst viele innovative und effiziente Möglichkeiten unterstützen, um Spät- und Langzeitfolgen einer COVID-19-Erkrankung zu behandeln.

Auswirkungen auf Lebensqualität 

Für Klaus Holetschek ist klar: "Für etliche Corona-Infizierte folgt auf die Krankheit das Post-COVID-Syndrom, das massive Auswirkungen auf den Alltag und die Lebensqualität der Betroffenen haben kann. Gerade bei Kindern und Jugendlichen, für die Sport, Hobbys und Freunde im Vordergrund stehen, kann das eine schwere Zeit sein. Hier besteht dringender Handlungsbedarf!" Post-COVID müsse genauer erforscht und gezielt behandelt werden - und dabei dürfe man die Kinder und Jugendlichen nicht vergessen. 

10 Prozent der Erwachsenen betroffen 

"Etliche der an COVID-19 erkrankten Erwachsenen kämpfen mit Spätfolgen. Die WHO schätzt, dass ca. 10 Prozent der Erwachsenen betroffen sind. Wie häufig die Langzeitfolgen bei Kindern und Jugendlichen auftreten – dazu gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse. Auch die jüngst erschienene Gutenberg-Studie der Universität Mainz hat nur Erwachsene ab dem 25. Lebensjahr in den Blick genommen. Fakt ist aber: Auch Kinder und Jugendliche können vom Post-COVID-Syndrom betroffen sein und hier besteht Behandlungsbedarf“, so Holetschek weiter

"Diagnose und Versorgung flächendeckend sicherstellen" 

Der Minister ergänzte: "Ziel des Projekts ist es, neben Spezialambulanzen oder Rehabilitationen für besonders schwere Verläufe auch wohnortnahe Anlaufstellen wie hier in Memmingen anzubieten. Dazu kommen zudem die Diagnostik durch niedergelassene Ärzte oder telemedizinische Angebote. Wir wollen die Diagnose und Versorgung flächendeckend sicherstellen. Klar ist, dass häufig eine multidisziplinäre Versorgung zur Behandlung der vielfältigen Symptome notwendig ist. Ich danke allen, die am Projekt ‚Post-COVID-Kids Bavaria‘ teilnehmen und sich dafür einsetzen, Patientinnen und Patienten sowie deren Eltern nicht nur eine gesicherte Diagnose zu geben, sondern auch das Syndrom behandeln. Auch wenn die Infektionszahlen sinken: Die Zahl derjenigen steigt, die mit teilweise gravierenden Beschwerden zu kämpfen haben – über die akute Erkrankung hinaus. Hier müssen wir alles tun, um das Leiden zu lindern – auch und gerade für jüngere Altersgruppen."

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