Handwerker bauen Spitze des Memminger Martinsturms ab

In 65 Metern Höhe bauen Handwerker die Spitze des Memminger Martinsturms ab.
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  • In 65 Metern Höhe bauen Handwerker die Spitze des Memminger Martinsturms ab.
  • Foto: Fritz Pavlon/David Specht
  • hochgeladen von Camilla Schulz

In 65 Metern Höhe bauen Handwerker die Spitze des Memminger Martinsturms ab. Die Figur besteht aus Wetterfahne, Metallkreuz und goldener Kugel. Insgesamt sei sie etwa fünf Meter hoch und wiege mehr als 100 Kilogramm, schätzt ein Mitarbeiter der Kranfirma, der die Turmspitze von der Hebebühne aus begutachtete. Laut Dekan Christoph Schieder ist das Holzgestell morsch, sodass die Spitze schief und instabil war.

Am Mittwochvormittag öffnete ein Spengler deshalb die Blechverkleidung des Turmdachs von außen. „Wir hatten einen Metallbauer da, falls man das Kreuz direkt an der Turmspitze hätte reparieren können“, erklärt Schieder. Das war nicht der Fall. Die Handwerker bauten die Spitze in zwei Abschnitten ab. Zuerst sägten sie Metallkreuz und Wetterfahne ab und brachten die Figur auf den Boden. Deutlich schwieriger gestaltete sich der Abbau der vergoldeten Kugel. Die Handwerker mussten sie in der Mitte aufschneiden, um so zunächst die obere Hälfte samt Kugelinhalt (Metallboxen mit alten Dokumenten) abzubauen. Die Arbeiten an der restlichen Turmspitze samt unterer Kugelhälfte dauerten bis in den Abend an.

Die gesamte Spitze soll nun restauriert und anschließend wieder aufgestellt werden.
„Einer Anwohnerin ist aufgefallen, dass die Figur schief steht“, erzählt Schieder. Auch die Türmer, die jeden Tag Besucher durch das Gebäude führen, hatten bemerkt, dass sich das Kreuz gelockert hatte. Von innen kamen die Handwerker jedoch nicht an die Halterung heran. „Es war dann ganz gut, dass die Zangmeisterstraße eh schon zu ist, so konnten wir schnell handeln“, sagt Schieder. Die Straße ist dort gesperrt, seitdem vor drei Wochen der Dachstuhl des Färberhauses einzustürzen drohte. Bei der Turmsanierung 2012 war die Spitze nicht eingerüstet, die Pfarrei ließ sie aber untersuchen. Damals wurden laut Schieder noch keine Mängel festgestellt.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Donnerstagsausgabe der Memminger Zeitung vom 09.05.2019.

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Autor:

David Specht aus Kempten

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